Um auch Schülerinnen und Schülern, deren Deutschkenntnisse noch nicht ausreichen, eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen, wurde die vorschulische Sprachförderung gesetzlich festgeschrieben.

In der Grundschule Eversburg hat die Sprachförderung wegen des hohen Anteils ausländischer Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Nationen und der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund eine besondere Bedeutung.

Die vorgezogenen Einschulungsgespräche ermöglichen zusammen mit den Einschätzungen der Erzieherinnen den eventuellen Sprachförderbedarf der Schülerinnen und Schüler festzustellen und gegebenenfalls mit dem Sprachstandfeststellungsverfahren zu testen.

Hierzu kommt die Sprachförderlehrerin der GS Eversburg – zur Zeit Frau El Sayed – mit einer Protokollantin in die Kindertagesstätte Liebfrauen bzw. die Kindertagesstätte St. Michaelis und findet anhand des Tests „Fit in Deutsch“ in spielerischen Aufgaben die passive und aktive Sprachfähigkeit und das Aufgabenverständnis heraus. Für jedes Kind sind etwa zwanzig Minuten vorgesehen. Die Ergebnisse werden an Ort und Stelle notiert und ausgewertet.

Noch vor den Sommerferien werden die zukünftigen „Sprachförderkinder“ in Gruppen von etwa sechs Kindern eingeteilt. Ein Brief informiert die Eltern über die Förderzeit. Dabei ist die regelmäßige Teilnahme an der Sprachförderung verpflichtend, denn nur dann kann ein erfolgreicher Schulbesuch angebahnt werden.

Von August bzw. September bis zum Schulbeginn im Sommer finden dann die Sprachfördermaßnahmen in den beiden Kindertagesstätten zweimal wöchentlich jeweils 1 ¼ Stunde statt. Dabei werden folgende Themengebiete abgedeckt:

  • Ich und du
  • Sich orientieren
  • Miteinander leben
  • Was mir wichtig ist
  • Sich wohl fühlen

In kleinen Lerngruppen ist eine individuelle Förderung möglich. Da der Unterricht spielerisch und abwechslungsreich aufgebaut ist, macht er den Kindern viel Spaß. Kleine Unterrichtsgänge und viel Bewegung sorgen dabei für eine Festigung des Lernstoffes.

Der Verlauf und die Ergebnisse der begleitenden Sprachbeobachtungen werden schriftlich dokumentiert und ein Förderplan wird erstellt.

Neben der Sprachkompetenz wird auch die Wahrnehmung, Grob- und Feinmotorik, sowie Fantasie und Ausdauer gefördert, so dass Kinder, die regelmäßig an der Sprachförderung teilgenommen haben, gut auf die Anforderungen des Schulunterrichts vorbereitet sind.

Auch im 1. uns 2. Schuljahr wird eine begleitende Sprachförderung fortgeführt (s. Förderkonzept).

Osnabrück, Grundschule Eversburg, Stand: April 2011