Qualitätsbereich 2: Lehren und Lernen

Persönlichkeitsentwicklung

Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung wird in der Grundschule Eversburg vom ersten Schultag an neben dem fachlichen Lernen als zentrale Aufgabe gesehen. Der Rolle der Klassenlehrerin bzw. des Klassenlehrers kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Sie erziehen die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln und Verhalten, indem sie ihnen angemessene Aufgaben und Ämter übertragen. Dabei werden die persönlichen Fähigkeiten und besonderen Begabungen berücksichtigt. Die Zusammensetzung der Schülerklientel erfordert, dass die Vermittlung an Toleranz für andere religiöse Überzeugungen tagtäglich in der Schule gelebt wird.

Alle Kinder der Grundschule Eversburg erfahren schon zu Beginn ihrer Schulzeit, dass es Mitschülerinnen und Mitschüler gibt, die in ihrer sozial-emotionalen, körperlichen, geistigen oder lernbezogenen Entwicklung anders sind als sie und besondere Bedarfe haben. Allen Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogischen Mitarbeitern der Schule ist es besonders wichtig, die Akzeptanz und das Verständnis für diese Besonderheiten zu fördern.

  • Fähigkeiten, Interessen und Begabungen aller Schüler

Ein wesentliches Element für die Persönlichkeitsentwicklung ist das Angebot an Arbeitsgemeinschaften im 3. und 4. Schuljahr. Die Schüler können im musischen, handwerklichen, sportlichen, hauswirtschaftlichen, sozialen und kognitiven Bereich ihre Interessen testen und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Diese Möglichkeit steht bei besonderen Begabungen auch schon den Schülern der zweiten Klassen offen. Die Angebote tragen zum großen Teil auch wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei; folgende Beispiele sollen das exemplarisch verdeutlichen:

Die AG Schulleben regt zu kreativem und ästhetisch-expressivem Verhalten an und fördert die Entwicklung verantwortlichen Handelns durch die Gestaltung des Schulgebäudes und des Inventars sowie des Schulgeländes durch Einüben und Aufführen von Theaterstücken, Spielen und musikalischen Darbietungen in der Schule, den Kindertagesstätten und benachbarten sozialen Einrichtungen (Seniorenheim).

Die AG Friedensstifter entwickelt soziales Lernen und verantwortliches Handeln, indem sie die Schüler befähigt, sich aktiv an Konfliktlösungen zu beteiligen bzw. zur Vermeidung von Konflikten beizutragen.

In der AG Mädchenfußball erfahren Mädchen Spaß und Erfolg an einer Sportart, die von der Gesellschaft noch vorwiegend als männlich angesehen wird. Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund können hier bis dahin oft unerkannte Talente unter Beweis stellen.

Die Themen und Inhalte der übrigen Arbeitsgemeinschaften kommen den persönlichen Interessen im sportlichen, musischen, kognitiven und gestalterischem Bereich entgegen. Dafür werden seit vielen Jahren Kooperationen mit Sportvereinen, der Kunst- und Musikschule und der umweltorientierten Musikschule gepflegt. Ein Wechsel in eine andere Arbeitsgemeinschaft ist in der Regel halbjährlich möglich, damit im Laufe der Jahre mehrere Angebote wahrgenommen werden können.

Die Organisation der Arbeitsgemeinschaften sieht auch eine Auswahlmöglichkeit für die Kinder vor, die nicht am Ganztag angemeldet sind. Diese Kinder können für einen Tag in einer 6. Stunde eine Auswahl treffen. Eine AG-Stunde gehört zur Pflichtstundentafel.

  • Soziales Lernen

Der Bereich Soziales Lernen  an der Grundschule Eversburg besteht aus vielen Bausteinen, die im Laufe der Grundschulzeit eines Kindes eine positive Entwicklung unterstützen sollen.

Seit 2007 wird das Konzept „Faustlos“ regelmäßig im Unterricht eingesetzt. Seit einiger Zeit beginnen die neuen ersten Klassen mit "Lubo aus dem All". Inhalte aus den "Faustlos"-Kursen bleiben aber auch Bestandteil von Konfliktlösestrategien.

Dank der großzügigen Spende des Fördervereins war es möglich, dass das gesamte Kollegium der Grundschule an einer Fortbildung zur Durchführung des Gewaltpräventionskonzeptes „Faustlos" teilnehmen konnte. In einer Gesamtkonferenz wurde die Durchführung des Konzeptes beschlossen.

„Faustlos" und auch "Lubo aus dem All" sind für die Grundschule und Kindergärten entwickelte Curricula, welche impulsives und aggressives Verhalten von Kindern vermindern und ihre sozialen Kompetenzen erhöhen sollen. Sie vermitteln in mehreren Lektionen in jeder Jahrgangsstufe Kompetenzen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut.

Dieses Konzept läuft zurzeit aus und wird ersetzt durch "Lubo aus dem All" - einem strukturierten Präventionsprogramm zur langfristigen Vermeidung von Verhaltensstörungen.

Zudem gibt es einen Schulvertrag (durch Konferenzbeschluss des Kollegiums der GS Eversburg beschlossen), der auf der Schulordnung und den Klassenregeln basiert und zwischen der Schule, den Schülern und den Eltern abgeschlossen wird. Zu Beginn eines jeden Schuljahres wird dieser Vertrag neu abgeschlossen, um zu betonen, dass es unerlässlich ist, die Regeln der Schule einzuhalten.

Ein Maßnahmenkatalog soll es erleichtern, im Falle von Verstößen gegen die Schulordnung schnell und konsequent zu handeln. Der Maßnahmenkatalog wurde von der Beratungslehrerin in Zusammenarbeit mit einer Förderschullehrerin erarbeitet, im November 2006 dem Kollegium vorgestellt und durch einen Konferenzbeschluss bestätigt. In diesem Schuljahr 2010/11 wurden Schulordnung, Schulvertrag und Maßnahmenkatalog (s. Sicherheitskonzept ) von einer Arbeitsgruppe aktualisiert und mit dem Schulprogramm bestätigt.

Um die Schüler im Umgang mit Konflikten zu schulen und den Erwerb sozialer Kompetenzen zu fördern, wird in jedem Schuljahr eine Gruppe aus den Klassen 3 und 4 in der AG Streitschlichter von zwei Lehrerinnen zu Pausenhelfern ausgebildet, die in problematischen Pausensituationen von den Kindern als Schlichter hinzugezogen werden können. Sie helfen in den Spielpausen auf dem Schulhof, Streitigkeiten mit Hilfe einer Friedensbrücke zu lösen. Eine der beiden Kolleginnen hat sich für diese Tätigkeit mit einer Schul-Mediatorenausbildung qualifiziert.

In der AG Schulleben werden Ideen zur freundlichen Gestaltung der Schulgebäude und des Schulhofes, wie z. B. die Wandgestaltungen umgesetzt. Regelmäßige Schulfeste, Besuche der Schüler in den Kindergärten und dem Seniorenheim sollen die Beziehungen zum Umfeld der Schule sowie zwischen den Eltern und Kollegen der Schule verbessern.

Seit Einführung des Regionalen Integrationskonzeptes (RIK) in Osnabrück im Jahre 2002 wird an der Grundschule Eversburg danach gearbeitet. So konnten in den vergangenen Jahren schon viele Kinder mit einem festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Lernen, Sprache oder sozial-emotionale Entwicklung in ihrer vertrauten Lernumgebung und in ihrem Klassenverband bleiben. Sie werden bis zum Ende der Grundschulzeit mit Unterstützung von Förderschullehrern zieldifferent unterrichtet oder der Förderbedarf wird – bei guter Entwicklung – vorher wieder aufgehoben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses Konzept den Bedürfnissen der Kinder und den Wünschen und Erwartungen der Eltern entgegenkommt; die allgemeine Zufriedenheit ist sehr hoch.

Bereits seit 13 Jahren besteht eine Kooperation mit einer Klasse der Montessorischule. Sechs Kinder mit einem Förderbedarf Geistige Entwicklung arbeiten zurzeit als Klassengemeinschaft mit einer Grundschulklasse zusammen.

Die Schule richtet es so ein, dass jedes Kind einmal in seiner Grundschulzeit am Präventionsprogramm der Theaterpädagogischen Werkstatt gegen sexuelle Gewalt teilnehmen kann. Für die jüngeren Schüler wird "Die große Nein-Tonne" angeboten, die älteren sehen "Mein Körper gehört mir".

Ein Beitrag zum sozialen Lernen, der allen Kindern einen enormen Spaß macht ist der Mitmach-Zirkus, der alle vier Jahre einmal in der Schule gastiert. Hier lernen alle bei den Proben und Aufführungen, was es bedeutet, Mitglied einer Gemeinschaft zu sein und dass es zum Gelingen auf jeden Einzelnen ankommt.

  • Gesundheitserziehung

Das Thema Gesundheitserziehung hat die Grundschule Eversburg schon seit Jahren in den Schulalltag integriert. Nicht immer sind die Rahmenbedingungen dafür vorhanden, dass die Kinder in den Familien zu gesunder Ernährung und aktiver Lebensführung erzogen werden. Hier stellt sich die Aufgabe, in diesen Bereichen präventiv, aufklärend und in Zusammenarbeit mit den Eltern zu wirken. Derzeit gibt es im Bereich Gesunde Ernährung folgende Angebote an der Schule:

Ein Bewegungsangebot sollte das Ernährungsangebot begleiten und unterstützen; das möchte die Schule mit folgenden festen Einrichtungen oder der Beteiligung an Projekten erreichen:

  • Angebot an Pausenspielen zum Ausleihen für die Spielpausen
  • Schulhofgestaltung mit vielfältigen Spiel- und Sportgeräten
  • Rituale mit Bewegung im Unterricht
  • Teilnahme am Projekt Active kids for school in Kooperation mit der Uni Osnabrück
  • Teilnahme am Projekt HCSC (Healthy children in sound communities) in Kooperation mit der Universität Osnabrück 
  • Bundesjugendspiele
  • Sportabzeichentag
  • Laufabzeichen
  • Teilnahme am Wettbewerb Jahnschwimmen
  • Zusätzliche Sportangebote im AG-Bereich wie Handball, Judo, Basketball, Leichtathletik, Mädchenfußball und Tanzen neben dem regulären Sport- und Schwimmunterricht
  • Umweltbildung

Das Gesundheitsbewusstsein ist eng verbunden mit dem Umweltbewusstsein. Das persönliche gesundheitliche Befinden kann unter äußeren Bedingungen leiden oder durch sie verbessert werden. Im Schulalltag wird darum auf folgende Punkte besonders geachtet:

  • Es wird durch Möblierung, Gestaltung und Dekoration auf eine angenehme Klassenraumatmosphäre geachtet.
  • Die Schüler lernen, den Abfall umweltgerecht zu trennen und zu entsorgen.
  • Sie werden dazu angehalten, durch das Benutzen von Frühstücksdosen und Trinkflaschen Müll zu vermeiden.
  • Sie werden zu einem sorgsamen Umgang mit Schulmaterial und Einrichtungsgegenständen erzogen.
  • Sie lernen mit Energie und Rohstoffen sparsam umzugehen durch angemessenen Wasserverbrauch, rechtzeitiges Ausschalten von Lampen und Geräten und das Schließen der Außentüren im Winter.
  • Im Rahmen von Wandertagen, Waldjugendspielen, Naturerlebnisprojekten und Schullandheimaufenthalten lernen sie in freier Natur und entwickeln Achtung und Respekt vor Pflanzen und Tieren.
  • Interkulturelle Bildung

Die Schule will sich an der Lebenswelt der Schüler orientieren. Der Alltag der Kinder sowie kulturelle Traditionen spielen daher für die schulische Arbeit eine entscheidende Rolle.

Die Bevölkerungsstruktur im Einzugsgebiet der Grundschule Eversburg zeichnet sich durch eine besondere sprachliche und kulturelle Vielfalt aus. Für mehr als die Hälfte aller Schüler der Schule war Deutsch nicht die Erstsprache. Bei den Familien handelt es sich überwiegend um Aussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetrepublik, Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Pakistan, Libanon und der Türkei und um einige Sinti- und Roma-Familien. Viele der Familien sind inzwischen im Stadtteil verwurzelt, ihre Kinder gut integriert. Daneben gibt es aber auch ein reges Kommen und Gehen. Immer wieder im Laufe eines Schuljahres ziehen Familien zu, Kinder werden mitten im Schuljahr neu in die Klassen aufgenommen. Dabei muss individuell nach Unterstützungsangeboten gesucht werden, die die Integration erleichtern. Seit vielen Jahren gibt es das Angebot des herkunftssprachlichen Unterrichts in arabischer und türkischer Sprache sowie Islamunterricht als Alternativangebot zum christlichen Religionsunterricht. Durch die Unterstützung der türkischen und arabischen Kolleginnen ist es oft möglich, das Vertrauen in Schule zu stärken und die Offenheit der Schule gegenüber zu steigern. Durch folgende Angebote erfolgt die Vermittlung von Werten im Bereich der interkulturellen Bildung:

  • Islamischer Religionsunterricht
  • Herkunftssprachlicher Unterricht Türkisch
  • Herkunftssprachlicher Unterricht Arabisch

Das Angebot gibt es an der Schule bereits im achten Jahr. Durch die gemeinsame Fachkonferenzarbeit der evangelischen und katholischen sowie der muslimischen Kollegin ist im Laufe der Jahre eine gute Zusammenarbeit gewachsen, die es möglich macht, auch gemeinsame interreligiöse Gottesdienste zu gestalten und zu feiern. Durch die Offenheit und Unterstützung der evangelischen, katholischen und muslimischen Gemeinden bzw. deren Pfarrer und Imame kann dieser soeben beschrittene Weg in den nächsten Jahren weiter verfolgt werden.

Ebenso findet seit Jahren der christliche Religionsunterricht nach Vereinbarungen mit der Diözese konfessionell-kooperativ statt. Die Inhalte werden auf den gemeinsamen Fachkonferenzen abgesprochen und die Kinder können im Klassenverband unterrichtet werden.

Neben diesen besonderen Angeboten wird der Vermittlung interkultureller Werte im Unterricht der einzelnen Fächer wie Deutsch, Sachunterricht, Religion, Englisch und Musik Rechnung getragen.

Seitdem die Grundschule Eversburg im Jahre 2001 verlässlich wurde, haben mehrere pädagogische Mitarbeiterinnen russischer Herkunft an der Schule gearbeitet. Es zeigt sich immer wieder, dass sie wichtige Vermittler zwischen Schule und Elternhaus sind, wenn es um den Abbau von Ängsten und Vorurteilen, die Überbrückung sprachlicher Barrieren und das Schaffen einer Vertrauensbasis geht.

Lehrerhandeln im Unterricht

Der Unterricht an der Grundschule Eversburg wird auf der Grundlage der curricularen Vorgaben und der schuleigenen Arbeitspläne vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet. Das geschieht in der Regel einmal halbjährlich in allen Unterrichtsfächern auf der Ebene der Fachkonferenzen mit Elternbeteiligung; in den Hauptfächern wie Deutsch und Mathematik wegen des hohen Abstimmungsbedarfs meistens mehrmals. Darüber hinaus werden regelmäßig auf der Jahrgangsebene die Unterrichtsinhalte und Absprachen über Klassenarbeiten und Tests getroffen. Für alle Unterrichtsfächer stehen ausgebildete Fachlehrer zur Verfügung. Es ist unvermeidlich, dass verschiedene Fächer auch fachfremd unterrichtet werden müssen; hier sind die Beratung der Fachlehrerinnen und die gemeinsame Planung in besonderem Maße notwendig. Zudem besteht ein hohes Fort- und Weiterbildungsinteresse im Kollegium, um die in einigen Bereichen fehlende Qualifikation zu erreichen. Für die Fächer, in denen es besonders an Fachlehrern mangelt, wie z. B. Musik und Sport, sind in den letzten Jahren auch schulinterne Fortbildungen organisiert worden, an denen ein großer Teil des Kollegiums teilgenommen hat.

Zu Beginn jeder Lerneinheit wird den Schülern deutlich gemacht, welche Ziele sie am Ende der Stunde bzw. der Unterrichtseinheit erreicht haben werden. Es wird durch eine gute Einführung in die Thematik sichergestellt, dass die Schüler den Lehrstoff und die Aufgaben verstehen. In jedem Unterrichtsfach wird der Unterricht in einzelne Sequenzen, deren Länge den Lernvoraussetzungen der Schüler angemessen ist, klar gegliedert; dabei wird die zur Verfügung stehende Zeit angemessen auf die einzelnen Phasen verteilt. So können hier Lehrgangsarbeit, experimentelles und entdeckendes Lernen sowie Übungs- und Wiederholungsphasen sinnvoll miteinander verknüpft werden. Jeweils am Ende der Einheiten oder der Unterrichtsstunde kann die Lehrkraft anhand der von den Schülern gezeigten Ergebnisse überprüfen, ob das anvisierte Ziel erreicht wurde. Die 45-minütige tägliche Lernzeit im Ganztagsbetrieb dient der Übung und Festigung des Unterichtsstoffes vom Vormittag - ähnlich der Funktion von Hausaufgaben. Lehrgangsangepasstes Übungsmaterial wird über die Schulbuchliste von den Eltern angeschafft oder individuell von den Lehrkräften zusammengestellt. Der Unterricht wird in einem Wochenplan gegliedert, damit auch die Betreuungskräfte am Nachmittag sowie die Eltern zu Hause über die Inhalte informiert sind. Zur Kontrolle stehen in der Regel Lösungshefte parat.

Voraussetzung dafür, dass möglichst alle Schüler dabei erfolgreich sind, ist eine gute Abstimmung der Unterrichtsinhalte und des Anforderungsniveaus.

Um den Unterricht differenziert auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie das unterschiedliche Lerntempo abzustimmen, bieten sich Unterrichtsmethoden wie Werkstattarbeit, Stations-, Tages- und Wochenplanarbeit an. Die Schüler können einzeln, aber auch mit Partnern oder in Gruppen arbeiten. Die eingesetzten Lehrmaterialien und Medien kommen den Interessen und Neigungen der Schüler entgegen. Für alle Unterrichtsfächer steht eine Vielzahl an Material zum Demonstrieren und Experimentieren zur Verfügung, die das Verständnis für die Inhalte fördern und zum aktiven und selbstständigen Lernen motiviert. Alle Klassenräume sind so ausgestattet, dass in Differenzierungsphasen mindestens an einem Computer mit Internetzugang gearbeitet werden kann; ganze Klassen arbeiten zu bestimmten Themen im Computerraum, in dem 20 Rechner sowie mehrere Notebooks und ein Beamer zur Verfügung stehen.

Für einen reibungslosen und selbstverständlichen Umgang mit verschiedenen Unterrichtsformen und Materialangeboten gibt es in jeder Lerngruppe klar definierte Regeln sowie abgestimmte Interventions- und Sanktionsmaßnahmen, die für alle in der Klasse unterrichtenden Lehrer und die Schüler gelten. Die gegenseitige Wertschätzung von Lehrern und Schülern unterstützt das Lernen. Lob, Ermutigung und Bestätigung fördern das Selbstwertgefühl der Schüler und erhöhen die Leistungsbereitschaft. Zweckmäßig und freundlich gestaltete Klassen- und Fachräume tragen zu einer positiven Lernatmosphäre bei.

Zur Vertiefung wird hier auf unser Methodenkonzept verwiesen.

Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung

Die Vereinbarungen über Grundsätze zur Leistungsbewertung werden in den Fachkonferenzen unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen und der fachbezogenen Vorgaben der Kerncurricula getroffen und im Schulverbund mit den Nachbarschulen abgestimmt. Kontrollen und Bewertungen sollen transparent sein und Schülern sowie Eltern einsichtig gemacht werden. Die Kriterien werden den Schülern im Unterricht, den Eltern auf Klassen- bzw. jahrgangsinternen Elternabenden sowie auf der Schulverbundebene im Rahmen der Information zur Schullaufbahnempfehlung vorgestellt. Lehrkräfte, die neu an der Schule sind, können sich in entsprechenden Übersichten in den Fachkonferenzordnern schnell informieren. Die Absprachen über Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung werden regelmäßig evaluiert.

Die Schule sieht es als ihre Aufgabe an, die individuellen Lernfortschritte eines jeden Kindes anzuerkennen und zu würdigen. Dadurch entwickeln Kinder Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, das wiederum die Anstrengungsbereitschaft zum Erreichen weiterer Ziele erhöht. Leistungskontrolle und –bewertung sind notwendige Bestandteile des Unterrichts, durch die Lernfortschritte und Lernergebnisse neben der kontinuierlichen Beobachtung der Lernprozesse überprüft werden. Den Kindern und Eltern vermitteln sie eine Rückmeldung über den erreichten Kompetenzstand. Das Abweichen von den festgelegten Maßstäben der Leistungsbewertung im Lesen, Schreiben und Rechnen ist durch einen entsprechenden Erlass geregelt. Entscheidungen dazu werden in den einzelnen Klassenkonferenzen getroffen.

Für den Umgang mit Hausaufgaben bzw. den Lernzeitaufgaben aus dem Wochenplan gilt der aktuelle Erlass als Grundlage. Hausaufgaben sollen aus dem Unterricht erwachsen und von den Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Es sind regelmäßige Gespräche mit Eltern oder den Betreuungskräften notwendig, um auf eine eventuelle Überforderung durch angemessene Differenzierung reagieren zu können.

Die Schüler erhalten am Ende des ersten Schuljahres sowie im zweiten Schuljahr im Halbjahr und am Ende ein Berichtszeugnis, im dritten und vierten Schuljahr werden die Leistungen zweimal jährlich mit Zensuren bewertet.

Um besondere Leistungen einzelner Schüler, Schülergruppen oder ganzer Klassen zu würdigen, werden Arbeiten aus dem Unterricht schulintern in Vitrinen ausgestellt oder an Stellwänden präsentiert. Urkunden werden an die Sieger von Wettbewerben im Rahmen der Schulöffentlichkeit und oft mit Beteiligung der örtlichen Presse übergeben.

Individuelle Förderung und Unterstützung

Mit allen Schülern der Schule wird im Schulalltag situationsnah über ihren Lernstand gesprochen, für die Eltern gibt es ein Gesprächsangebot zweimal im Jahr zum Elternsprechtag, darüber hinaus sind bei Bedarf jederzeit Gespräche möglich und von Seiten der Schule gewünscht. Auf der Grundlage des Erlasses zur Dokumentation der individuellen Lernentwicklung werden für jeden Schüler die Beobachtungen aus Lernstandsüberprüfungen und Unterrichtsbeobachtungen aufgezeichnet und sind Grundlage für die Information und Beratung der Eltern und Schüler über die weitere schulische Entwicklung. Für Schüler mit Förderbedarf werden in regelmäßig stattfindenden Pädagogischen Dienstbesprechungen individuelle Förderpläne entwickelt und evaluiert, in denen geeignete schulische und außerschulische Fördermaßnahmen zusammengestellt werden.

Neben zahlreichen pädagogischen und organisatorischen Maßnahmen der Schule, zu denen auch Angebote zur Bewegungsförderung und zum Stressabbau gehören (s. auch AG-Angebote, Angebote zur Gesundheitsförderung), ist von der Schule ein ausführliches Konzept erarbeitet worden, das auch diagnostische Maßnahmen beinhaltet .

Schüler, die im Laufe der Grundschulzeit die Schule wechseln, bedürfen in der Regel besonderer Beobachtung und Unterstützung. Die betreffenden Lehrkräfte und die Schulleitung nehmen nach Möglichkeit schon im Vorfeld Kontakt zu der anderen Schule auf und bereiten die Aufnahme in die neue Schule durch Absprachen vor. Wenn es Informationen über eventuell bestehende Defizite gibt, kann das Kind mit geeigneten Maßnahmen wie zusätzlichem Förderunterricht, Sprachförderunterricht, Differenzierung im Unterricht, einem Lesementoren oder Hausaufgabenhilfe gefördert werden. Ebenso wird mit den angeführten Maßnahmen reagiert, wenn ein Kind die Klasse wiederholt.

Durch die Arbeit nach dem Förderkonzept können auch Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in ihrem Klassenverband bleiben und zieldifferent unterrichtet werden, diese Möglichkeit der Beschulung in der Regelschule und in der vertrauten Lernumgebung wird sowohl von Kindern als auch von deren Eltern in höchstem Maße geschätzt.

Der Anteil der Schüler, die an eine Förderschule überwiesen werden, liegt seit Jahren unter 0,4%; bei diesen Schülern handelt es sich nahezu ausnahmslos um einen Unterstützungsbedarf im Bereich sozial-emotionale Entwicklung.

Außerunterrichtliche Schülerbetreuung

Grundlage aller beratenden und unterstützenden Maßnahmen ist für alle Beteiligten das Beratungskonzept. Aufgrund der sozialen Struktur im Stadtteil gibt es viele Schülerinnen und Schüler sowie Eltern mit einem erhöhten Beratungs- und Unterstützungsbedarf. In der Regel äußert sich die Problematik durch Auffälligkeiten im Leistungs- oder Sozialverhalten des Kindes. Gespräche mit den Erziehungsberechtigten sind eine Möglichkeit, die Ursachen für die Fehlentwicklung herauszufinden und Lösungswege aufzuzeigen. Oft ist das aber nur mit professioneller Hilfe möglich. Im Idealfall entscheiden die Erziehungsberechtigten, Hilfe in Anspruch zu nehmen und auf dem weiteren Weg die Lehrkraft des Kindes miteinzubeziehen. Bei der Auswahl der Beratung und Unterstützung muss das zu lösende Problem gesehen werden, in Frage kommt der Soziale Dienst, eine Erziehungsberatungsstelle, ein Kinderarzt, -psychologe oder -psychiater oder therapeutische Maßnahmen wie Ergotherapie oder Logopädie. Stellt sich die Situation zunächst als unklar heraus, hat es sich bewährt, dass Eltern und Lehrerin/Lehrer gemeinsam einen Termin bei der Psychologischen Beratungsstelle, die einmal wöchentlich in der Schule angeboten wird, vereinbaren. Nach den ersten Gesprächen wird in der Regel schnell klar, wie das weitere Vorgehen sich gestaltet. Im Einzelnen werden die Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen auch im Bereich Absentismus und Schullaufbahnberatung im Beratungskonzept dargestellt.

  • Umgang mit Schulversäumnissen

Bis zum Schuljahr 2012/13 wurde der Zeitpunkt der Schulpflicht jährlich um einen Monat vorgezogen, d.h. alle Kinder, die bis zum 30.09.2012 sechs Jahre alt sind, unterliegen ab 01.08.2012 der Schulpflicht. Auf der Grundlage des Niedersächsischen Schulgesetzes müssen Schulversäumnisse von den Erziehungsberechtigten spätestens am dritten Tag schriftlich oder telefonisch entschuldigt werden. Im Schulalltag der Grundschule Eversburg ist es allerdings weitgehend selbstverständlich, dass Eltern schon am ersten Tag vor Unterrichtsbeginn in der Schule anrufen und mitteilen, dass ihr Kind die Schule nicht besuchen kann. Das Büro ist täglich spätestens ab 07.30 Uhr besetzt, vorher können Ansagen auch auf den Anrufbeantworter gesprochen werden. Durch diese rechtzeitige Entschuldigung erhält die Schule Gewissheit, dass dem Kind auf dem Schulweg nichts zugestoßen ist. Oft wird bei dieser Gelegenheit auch gleich abgesprochen, vom wem Hausaufgaben und andere Informationen aus der Schule das kranke Kind erreichen.

Schulversäumnisse durch Kuraufenthalte oder Teilnahme an bedeutenden Familienfesten müssen bei der Schulleitung schriftlich beantragt werden. Die Schulleitung ist in diesen Fällen verpflichtet, die Genehmigung dieser Anträge auf der Grundlage des Schulgesetzes genau zu prüfen. Eine Unterrichtsbefreiung vor und nach den Ferien kann nur dann genehmigt werden, wenn die Versagung eine besondere Härte bedeuten würde.

Der überwiegende Teil der Erziehungsberechtigten ist sich seiner Verantwortung bewusst, so stellen Schulpflichtverletzungen nur in seltenen Fällen ein Problem dar. Hier versucht zunächst die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer durch den Kontakt mit den Erziehungsberechtigten die Gründe für die Versäumnisse zu erfahren, um dann gezielt an einer Verbesserung arbeiten zu können. Ist das mit den Erziehungsberechtigten nicht möglich, werden Schulversäumnisse dem Schulträger gemeldet. Die Erziehungsberechtigten werden daraufhin von einem Mitarbeiter des Sozialen Dienstes besucht mit dem Ziel, das Problem Absentismus zu lösen. Außerdem müssen die Erziehungsberechtigten mit der Zahlung eines Bußgeldes rechnen.

  • Schullaufbahnempfehlung für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Zum Ende der Grundschulzeit liegt der Schwerpunkt der Beratung von Eltern sowie Schülerinnen und Schülern in der schulischen Entwicklung über die Grundschule hinaus und somit ist die Wahl der geeigneten Schulform von besonderem Interesse.

Informationen über das Verfahren zur Schullaufbahnempfehlung erhalten alle Eltern der 4. Klassen des Schulverbundes auf einem Abend am Anfang des Schuljahres. Bisher fand diese Veranstaltung mit den Grundschulen Atter, Pye, Eversburg und Heinrich-Schüren jährlich im Oktober/ November in der Aula der Heinrich-Schüren-Schule statt. In diesem Jahr treffen wir uns erstmals in der Mensa der Grundschule Eversburg. An diesem Abend stellen auch die Leiter der weiterführenden Schulen aus dem Schulverbund die Arbeit in der jeweiligen Schulform vor.

Das neu eingeführte Verfahren nimmt Abstand von der schriftlich fixierten Empfehlung einer favorisierten Schulform. Die Empfehlungen der Schule gestalten sich nach der neuen Erlasslage wie folgt: Es finden zwei Beratungsgespräche gemeinsam mit dem Kind und den Eltern statt - eins vor Weihnachten und ein weiteres vor den Osterferien. Mit den Ergebnissen dieser Beratungen entscheiden dann die Eltern, welche Schule für ihr Kind am geeignetsten zu sein scheint.

Über den genauen Ablauf dieser neuen Form werden die Eltern rechtzeitig informiert.

Schule als Lebensraum

  • Umgangsformen

In der Grundschule Eversburg kommen täglich etwa 280 Menschen zusammen, um miteinander zu lernen, zu arbeiten und zu spielen. Allen Beteiligten ist es wichtig, dass das soziale Klima durch Wertschätzung, Toleranz und Zuverlässigkeit geprägt wird. Jeder Einzelne aus der großen Gemeinschaft von Schülern, Lehrern, Eltern und sonstigen Mitarbeitern soll sich hier angenommen und wohl fühlen. Gelingt das in seltenen Fällen einmal nicht, werden mit allen Beteiligten Maßnahmen zur Verbesserung verabredet.

  • Gestaltung von Klassenräumen, Schulgebäuden und Schulgelände

Schüler und Lehrkräfte verbringen einen Großteil des Tages in Klassen- und Fachräumen. Eine sowohl zweckmäßige Ausstattung wie auch ansprechende Gestaltung ist darum für die Unterstützung des Lernens und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen von besonderer Bedeutung. Hier ist zum einen die Zusammenarbeit mit dem Schulträger gefragt, der für die Renovierung der Räume und Gebäude und für die sächliche Ausstattung zuständig ist und zum anderen müssen klare Vereinbarungen über Anschaffungen von Unterrichtsmaterialien getroffen werden, die aus dem Schuletat angeschafft werden.

Die Gestaltung der Klassenräume wird von den Lehrkräften gemeinsam mit den Schülern übernommen. Teilweise bringen sich hier auch Eltern unterstützend ein.

Die Arbeitsmaterialien der Schüler und Zusatzangebote für die einzelnen Fächer müssen übersichtlich bereitgehalten werden, Arbeitsergebnisse ansprechend präsentiert werden. Zum Teil werden zur Präsentation der Unterrichtsergebnisse auch Vitrinen und Stellwände in Fluren und Treppenhäusern genutzt. Das geschieht in Absprache mit den „benachbarten Klassen“, die Gestaltung der Vitrinen und Wände im Verwaltungsgebäude übernehmen die Fachlehrer für Werken und Textilarbeit sowie die AG Schulleben.

Mit Beginn des zweiten Schuljahres haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in der schuleigenen Bibliothek ein Buch auszuleihen. Die Schülerbücherei wird im Wechsel von einer Lehrkraft und einer Betreuungskraft betreut, die mehrmals in der Woche Ausleihzeiten anbieten. In jedem Jahr wächst das Angebot; immer wieder gibt es neue Bücher. Die Finanzierung übernimmt zum einen die Schule aus dem Schuletat, zum anderen der Förderkreis. Die Klassen haben auch die Möglichkeit, sich Klassenlektüren und Nachschlagewerke auszuleihen.

Für die Kostenübernahme vieler Wünsche, die nicht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert werden können, erklärt sich seit nunmehr 15 Jahren der Förderkreis der Schule zuständig. Besonders eindrucksvoll ist das auf dem Schulgelände zu sehen, wo es außer dem ursprünglichen Spielplatz mit Sandanlage inzwischen ein attraktives Angebot an Spielgeräten wie z.B. Kletterwand, Wippschaukel und Balancierbalken gibt. Ein „Grünes Klassenzimmer“ bietet die Möglichkeit zum Rückzug und zur Entspannung. Hier kann bei gutem Wetter auch Unterricht stattfinden. Weitere Bänke und Sitzgruppen laden zum „Klönen“ und Ausruhen ein.

Auf dem Schulhof bietet sich die Möglichkeit, Hüpfspiele zu spielen, die von der AG Schulleben (s. auch Soziales Lernen) in bunten Farben aufgemalt wurden. Seit dem Schuljahr 2009/10 haben alle Kinder auch die Möglichkeit, sich mit einer Ausleihkarte Spielgeräte für die Bewegungspause auszuleihen. Die Ausleihe wird von der Sozialpädagogin in Zusammenarbeit mit der FSJlerin organisiert und täglich durchgeführt.

Die weitläufige Außenanlage, bestehend aus Schulhof, Spielplatz, Sportplatz und angrenzenden Grünflächen mit Busch- und Baumbestand steht den Schülern in allen Spielpausen für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung.

  • Schulleben

Besondere Angebote und Veranstaltungen im Schuljahreslauf bereichern den Unterrichtsalltag. Sie fördern die Freude am Lernen sowie das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Schüler. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit, Einrichtungen und Angebote in der näheren Umgebung kennenzulernen, Kontakte zu pflegen, Verantwortung zu übernehmen und Sozialkompetenz zu erwerben. Viele Angebote und Veranstaltungen sind seit Jahren fester Bestandteil des Schullebens der Grundschule Eversburg.

  • Verhalten in Schule und Klassenraum

Um den Unterrichtsalltag der großen Schulgemeinschaft möglichst friedlich und harmonisch zu gestalten, sind klare Verhaltensregeln, Rituale und Umgangsformen notwendig, mit deren Einhaltung sich die Beteiligten aus unterschiedlichster sozialer, kultureller und religiöser Herkunft einverstanden erklären können.

Aus diesem Grunde gibt es an der Grundschule Eversburg seit Langem eine Schulordnung, die im Frühjahr 2011 aktualisiert und durch die Gesamtkonferenz verabschiedet wurde. Auf der Basis der Schulordnung unterschreibt jeder Schüler, die Erziehungsberechtigten, der Klassenlehrer und der Schulleiter einen Schulvertrag, in dem sich alle zur Einhaltung der Schulordnung bereit erklären.

Für den Fall, dass Regeln nicht eingehalten werden, wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der den Rahmen für die weitere Vorgehensweise bildet (s. dazu auch Schulordnung, Schulvertrag, Maßnahmenkatalog und Sicherheitskonzept).

Darüber hinaus entwickelt jede Lerngruppe eigene „Klassenregeln“, die das Zusammenleben und –arbeiten strukturieren. Spätestens ab der dritten Klasse wählen die Schüler aus ihrer Gruppe gewählte Vertreter, die die Klassensprecherfunktion übernehmen.

Für die kleinen Pausenkonflikte sind die in einer Arbeitsgemeinschaft ausgebildeten Streitschlichter inzwischen anerkannt wichtige Personen; so mancher Streit kann ohne das Eingreifen Erwachsener geregelt werden (s. dazu auch Soziales Lernen)

  • Sicherheit von Personen und Eigentum

Es ist Aufgabe der Schule, für die Sicherheit aller in der Schule Lehrenden, Lernenden und Arbeitenden zu sorgen. Dabei steht die Fürsorge für die Schüler an erster Stelle. Es ist allen Lehrern ein Anliegen, dass jedes Kind sicher zur Schule kommt. Mit den Eltern werden schon vor der Einschulung Absprachen getroffen, die dazu beitragen können, z.B. rechtzeitiges Einüben des Weges, Kinder nicht alleine gehen lassen, den sichersten Weg wählen, nicht direkt vor dem Schuleingang parken/ halten. In den ersten Schulwochen nutzen die KlassenlehrerInnen die Sachunterrichtstunden, um mit den Kindern der Klassen den Schulweg eines jeden Kindes zu gehen. So lernen die Kinder nicht nur ihren sicheren Schulweg kennen sondern auch, wo die Klassenkameraden wohnen.

Regelmäßig am Anfang eines jeden Schuljahres gibt es eine Zusammenarbeit mit der Polizei Osnabrück. Die ersten Klassen erhalten in einer Unterrichtsstunde Informationen zum Thema Sicherer Schulweg, außerdem fördern die Polizeibeamten die Sicherheit vor Ort durch ihren Einsatz morgens vor dem Unterricht und nach Unterrichtsschluss. Bei anhaltender Problematik und Beeinträchtigung der Sicherheit, z.B. durch das Missachten des Park- und Halteverbots durch uneinsichtige Eltern, fordert die Schulleitung auch im laufenden Jahr nochmals die Unterstützung der Polizei oder des Osna-Teams an.

Vorfälle mit Schülern, die Ordnungsmaßnahmen zur Folge haben, kommen ein- oder zweimal im Schuljahr vor. Dabei handelt es sich meistens um grobe Missachtung der schulischen Regeln oder um Angriffe auf Mitschüler.

Wie solchen Fällen sowie der Bedrohung durch Gewalt von außen entgegengewirkt werden kann und wie im realen Fall in der Schule damit umgegangen wird, ist im Sicherheitskonzept ausführlich dargestellt.

Gesundheitsförderung im Schulalltag

  • Gesundheit im Schulleben und in der Lernkultur

Gesunde Ernährung und Bewegung sind zentrale Themen im Unterrichtsalltag, vor allem weil die Themen in vielen Elternhäusern zu kurz kommen und die Schule hier gefragt ist.

Vor der Spielpause wird in allen Klassen das Frühstück gemeinsam mit den Klassenlehrern eingenommen. So sind dabei Gespräche über gesundes Essen und Trinken möglich, in vielen Klassen gibt es feste Tage, an denen alle Kinder nur gesunde Sachen mitbringen dürfen. Wenn jemand kein Frühstück von zu Hause mitbekommen hat, kann man sich etwas von der „Tafel“ aus der Schulküche holen. In dieser Zeit wird auch das Schulobst gemeinsam "zubereitet" und mit großem Appetit gegessen.

Das Thema gesunde Ernährung ist in allen Jahrgängen Bestandteil des Sachunterrichtes, unterstützt wird es durch die Zahnärztliche Gruppenprophylaxe, die von Mitarbeitern des Zahnärztlichen Dienstes jährlich in allen Klassen durchgeführt wird.

Bewegungsangebote begleiten und unterstützen das Ernährungsangebot; das möchte die Schule mit folgenden festen Einrichtungen oder der Beteiligung an Projekten auch für Kinder mit mangelnden Bewegungserfahrungen erreichen:

  • Angebot an Pausenspielen zum Ausleihen für die Spielpausen
  • Schulhofgestaltung mit vielfältigen Spiel- und Sportgeräten (s. o.)
  • Rituale mit Bewegung im Unterricht
  • Teilnahme am Projekt Active Children - Active Schools in Kooperation mit der Uni Osnabrück
  • Teilnahme am Projekt Healthy children in sound communities in Kooperation mit der Universität Osnabrück
  • Bundesjugendspiele
  • Sportabzeichentag
  • Laufabzeichen
  • Teilnahme am Wettbewerb Jahnschwimmen
  • Zusätzliche Sportangebote wie Handball, Judo, Basketball, Leichtathletik, Mädchenfußball und Tanzen im AG-Bereich neben dem regulären Sport- und Schwimmunterricht
  • Möglichkeit der Ruhe und Entspannung im Filmraum, dort stehen Yogamatten und entsprechendes Zusatzmaterial zur Verfügung

Die Größe der Klassenräume im Vergleich zur Lerngruppe bietet die Möglichkeit, dass die Schüler neben ihren festen Arbeitsplätzen die Möglichkeit haben, sich an Arbeitstischen oder –ecken zu beschäftigen. Zudem gibt es in jedem Raum die Möglichkeit, mit sechs kleinen Bänken schnell einen Sitzkreis oder das "Tafelkino" (Halbkreis vor der Tafel) aufzubauen.

  • Drogenprävention

Drogen und die damit verbundenen Lebensprobleme kennen die Schüler der Grundschule Eversburg noch nicht als ihre eigenen, einige sind aber in der Familie oder Verwandtschaft schon damit in Kontakt gekommen bzw. leiden unter den Folgen durch drogenabhängige Eltern oder ältere Geschwister. Die Grundschule sieht hier ihre Aufgabe darin, die Kinder bereits im Grundschulalter zu stärken und somit vor einer Suchtgefahr zu schützen. Eine positive persönliche Entwicklung, ein gesundes Selbstbewusstsein, das Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit, positive Vorbilder und Freunde sind gute Voraussetzungen. Bei diesen Aufgaben greift die Schule gerne auf die Unterstützung außerschulischer Partner zurück, wie z. B.

  • Theaterpädagogische Werkstatt (Die große Nein-Tonne, Mein Körper gehört mir)
  • Polizeipuppenbühne
  • Mitmachzirkus
  • Gesundheitsförderung und Umweltschutz

Das gemeinsame Frühstück im Klassenraum bietet die Gelegenheit, die Schadstoff- und Müllvermeidung zu thematisieren und so über vier Schuljahre ein Umweltbewusstsein zu bilden. Ziel ist, dass die Schüler ihr Frühstück und das Getränk in Dosen und Trinkflaschen mitbringen und sie sichtbar nachvollziehen können, dass dadurch der Müll gering ist. Ihn zu trennen, lernen sie dadurch, dass in allen Räumen verschiedene Gefäße mit der entsprechenden Beschriftung stehen.

Der schonende Umgang mit Ressourcen ist ebenfalls ein Lernprozess, der sich über die gesamte Grundschulzeit zieht.

Die Schule besteht aus vier Gebäuden, die Außentüren sollen in der Heizperiode immer geschlossen werden. Das ist für die Kinder nachvollziehbar, weil sie die Schilder an den Türen Heizung an – Tür zu! lesen können und evtl. nachfragen.

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