Qualitätsbereich 6: Kooperation und Beteiligung

 

Beteiligung der Schülerinnen, Schüler und Eltern

  • Beteiligung der Schüler und Eltern am Schulleben und an der Schulentwicklung

Bevor eine aktive Beteiligung von Schülern und Eltern am Schulleben und an der Umsetzung der Ziele und Strategien der Schule erfolgen kann, müssen sie über die Schule und die Entwicklungen in der Schule informiert werden. Das geschieht in der Grundschule Eversburg seit vielen Jahren durch einen Elterninfobrief am Anfang eines jeden Halbjahres. Zusätzlich wird zeitnah über alle anstehenden Veranstaltungen, Veränderungen usw. informiert. Auf den viermal jährlich stattfindenden Schulelternratssitzungen können diese Informationen zwischen Elternvertretern und Schulleitung vertieft und diskutiert werden. In den verschiedenen Gremien wie Schulelternrat, Förderkreis, Klassenelternschaften und auch im Schulvorstand entstehen in der Regel auch die Ideen für die Mitwirkung bei der Gestaltung von Unterricht und Schulleben. Das geschieht immer in Absprache mit Klassenlehrern und/ oder Schulleitung.

Seit 1997 gibt es an der Grundschule Eversburg einen Förderverein, in dem viele Eltern von Schülern und ehemaligen Schülern (und auch Lehrer) Mitglieder sind und aktiv mitarbeiten. Viele Projekte sind seit der Gründung initiiert und durchgeführt worden.

  • Mitwirkung und Verantwortungsbereiche der Schüler

Die Schüler der Grundschule Eversburg werden in vielen Bereichen an den Aufgaben der Schule und deren Qualitätsverbesserung beteiligt:

  • Ab der zweiten Klasse werden zu Beginn des Schuljahres Klassensprecher gewählt. Die Einrichtung einer regelmäßig tagenden Schülervertretung (SV) wird aktuell von der Schulsozialarbeiterin und der Beratungslehrkraft vorbereitet.
  • An den Elternsprechtagen bieten die Schüler der dritten und vierten Klassen den Besuchern Getränke und Kuchen an und beteiligen sich am Küchendienst.
  • Die Schüler der 3. und 4. Klassen wählen eine Arbeitsgemeinschaft, die ihren Neigungen und Talenten entspricht.
  • Schüler erstellen regelmäßig im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft die Schülerzeitung „Das Schulgespenst“ und verkaufen die Ausgaben in der Schulgemeinschaft.
  • Teilnehmer der AG Schulleben erfragen bei den Schülern der Schule Wünsche und Anregungen zur Gestaltung des Schulgebäudes und –geländes. Im Jahre 2009 wurde infolge einer solchen Aktion die Wippschaukel erbaut, an deren Finanzierung sich sowohl der Förderkreis als auch der Schulträger beteiligten. Diese ist mittlerweile im Zuge der Umgestaltung einer neuen Wippschaukel mit sechs "Plätzen" gewichen. In weiteren Aktionen hat die AG regelmäßig Verschönerungsmaßnahmen am Schulgebäude und -gelände vorgenommen (Bemalung einer Gebäudefassade, jahreszeitliche Bepflanzung auf dem Schulhof, Bemalung von alten Schultischen und –Stühlen, Erstellung von Wandteppichen usw.).
  • Schüler aller Klassen beteiligen sich gemeinsam mit Eltern, Lehrern und der Schulleitung an der Vorbereitung und Durchführung von Klassen-, Jahrgangs-, Schul- und Stadtteilfesten.
  • Die fünfte Stunde am Freitag ist für spontane Veranstaltungen für die Schulgemeinschaft "reserviert". Hier können z. B. Klassenprojekte vorgestellt, Lieder oder Tänze vorgeführt oder Siegerehrungen von Wettbewerben abgehalten werden. In dieser Klassenlehrerstunde halten auch viele Klassen den wöchentlichen Klassenrat.

Das Ziel aller Maßnahmen ist, die Schüler zunehmend an Entscheidungen, die das Schulleben und die Schulentwicklung betreffen, zu beteiligen. Dadurch wird die Entwicklung einer demokratischen Handlungskompetenz gefördert.

Kooperation mit Schulen, Betrieben und anderen Partnern

  • Kooperation mit den Kindertagesstätten

Um jedem Kind einen positiven Start in die Schullaufbahn bieten zu können, arbeitet die Grundschule Eversburg seit vielen Jahren eng mit den beiden Kindertagesstätten KiTa Liebfrauen und KiTa St. Michaelis  zusammen, die fast alle Kinder vor der Einschulung besuchen. Seit dem Schuljahr 2003/04 ist dieser Kontakt durch die vorschulische Sprachförderung besonders intensiv. Von Anfang an war hauptsächlich eine Lehrerin der Grundschule für diesen Bereich zuständig. Der Sprachförderunterricht findet ausnahmslos am Vormittag in den Räumen der Kindertagesstätten statt, die Lehrerin ist täglich sowohl in den KiTas als auch in der Schule, dadurch ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit gesichert.

In den Schuljahren 2007/08 und 2008/09 war die Schule mit den beiden KiTas am Modellprojekt „Brückenjahr“ beteiligt, die bis dahin bereits bestehende Kooperation wurde in diesen zwei Jahren weiter intensiviert. Das Kollegium der Schule erarbeitete gemeinsam mit den KiTa-Teams ein gemeinsames Bildungsverständnis. Auch nach Beendigung des Modellprojekts – ein neuer Antrag auf Weiterführung wurde nicht genehmigt – werden die vereinbarten Maßnahmen, soweit es zeitlich möglich ist, weitergeführt. Die Akzeptanz für die „Brückenarbeit“ und den Sprachförderunterricht ist bei allen Beteiligten sehr hoch; fast alle wissen es zu schätzen, wenn ihre Kinder im Jahr vor der Einschulung in den Genuss des Sprachförderunterrichtes kommen.

  • Kooperation mit anderen Schulen

Seitdem durch die Auflösung der Orientierungsstufen im Jahre 2005 der Grundschule die Aufgabe der Vorbereitung auf die weiterführenden Schulen zugefallen ist, arbeitet die Grundschule Eversburg in einem Schulverbund mit den drei benachbarten Grundschulen Grundschule Atter, Grundschule Pye und Heinrich-Schüren-Schule sowie der Felix-Nussbaum-Schule der Möser-Realschule, dem Ratsgymnasium und der IGS zusammen. Schwerpunkte der Arbeit im Schulverbund sind der Austausch über die Unterrichtsinhalte, die Angleichung der schuleigenen Arbeitspläne sowie die Abstimmung der Kriterien zur Leistungsbewertung. Dadurch ist davon auszugehen, dass die Schüler der vier Schulen mit vergleichbaren Vorkenntnissen in die Sekundarstufe I übergehen. Von Anfang an wurden zu den Verbundkonferenzen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch auch die Vertreter der weiterführenden Schulen eingeladen. Diese vorbereitende Arbeit hat dazu beigetragen, dass die Grundschulen die Schüler besser auf den Übergang vorbereiten können und die weiterführenden Schulen besser auf die zukünftigen Schüler vorbereitet sind. Als Partner im Schulverbund zeigen sich auch die Leiter aller genannten Schulen, wenn jährlich im Herbst der Informationsabend für die Eltern der Viertklässler aller vier Grundschulen in der Heinrich-Schüren-Schule oder in der Grundschule Eversburg stattfindet. Die Grundschulen informieren an diesem Abend über das neue Beratungssystem zum Ende der vierten Klasse, die Leiter der weiterführenden Schulen stellen schulunabhängig die jeweilige Schulform vor.

Nach dem Übergang der Schüler auf die weiterführenden Schulen geben diese den Grundschulen ausführliche Rückmeldungen über die schulische Entwicklung der Schüler. Einige Schulen laden die ehemaligen Klassenlehrer auch in jedem Jahr zu Rückkoppelungskonferenzen ein. Rückblickend hat sich gezeigt, dass die Empfehlungen der Grundschule nahezu 100%ig zutreffend sind.

Mit den zuständigen Förderschulen besteht im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes (RIK) eine ständige intensive Zusammenarbeit. Die Grundschule Eversburg arbeitet seit 2002 im RIK. Die an der Schule tätigen Förderlehrer werden von der Schule an der Rolndasmauer, Förderschule Schwerpunkt Lernen, an die Grundschule abgeordnet. Sie unterstützen die Fördermaßnahmen in den Bereichen Lernen, Sprache und emotional-soziale Entwicklung. Bei Bedarf kann auch der Mobile Dienst der Förderschulen angefordert werden. Durch dieses Unterstützungskonzept ist es in den meisten Fällen möglich, Schüler mit festgestelltem Unterstützungsbedarf in ihrem Klassenverband zieldifferent zu unterrichten (s. dazu Anlage Förderkonzept).

Eine besondere Stellung nimmt die Zusammenarbeit mit der Montessori-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung ein; seit nunmehr 15 Jahren kooperiert eine (bzw. seit 4 Jahren zwei Grundschulklassen) mit je einer Klasse der Montessori-Schule in den Räumen der Grundschule (s. 10 Jahre Kooperation)..

  • Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen

Neben der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Schulen sind viele weitere Bildungseinrichtungen und Partner in den letzten Jahren zu wichtigen Mitgliedern in der Schulgemeinschaft geworden. Dazu gehören u. a. (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Bischöfliches Generalvikariat
  • Evangelische Jugendhilfe
  • Gesundheitsdienst der Stadt Osnabrück
  • Kirchengemeinden: Liebfrauen, St. Michaelis und Muslimische Ditib-Gemeinde
  • Lernstandort Nackte Mühle
  • Lernstandort Noller Schlucht
  • Mentor – die Leselernhelfer e.V.
  • Städt. Musik- und Kunstschule
  • Museum Industriekultur
  • Naturwissenschaftliches Museum
  • Runder Tisch Eversburg
  • Sozialer Dienst der Stadt Osnabrück (Jugendamt)
  • Sportvereine
  • Stadtbibliothek
  • Universität Osnabrück
  • Zoo Osnabrück

 

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