Qualitätsbereich 1: Ergebnisse und Wirkungen

1.1 Kompetenzen

Standards in Fächern und Lernfeldern

Im Mittelpunkt all unserer Bemühungen steht das Kind. Wir wollen ihm helfen, seinen Weg im Leben zu finden. Den Lehrkräften der Schule ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die geforderten fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Kompetenzen durch einen qualitativ hochwertigen und interessanten Unterricht erreichen. Dazu werden folgende Instrumente eingesetzt:

  1. Von den Fachkonferenzen erarbeitete Stoffverteilungspläne für alle Fächer und Jahrgänge
  2. Erarbeitung der Unterrichtsgestaltung und der Leistungsüberprüfungen im Jahrgangsteam
  3. Schulöffentliche Auswertung und Dokumentation landeseinheitlicher Vergleichsarbeiten (VERA)
  4. Festlegung der Bewertungsgrundsätze für alle Fächer in Fachkonferenzen unter Beteiligung von Elternvertretern
  5. Individuelle Unterrichtsangebote für leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler
  6. Individuelle Unterrichtsangebote und fachkompetente personelle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf
  7. Intensive Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen des Kollegiums zur Verbesserung von Unterrichtsqualität und Schülerleistungen

Arbeits- und Sozialverhalten

Neben fachlichen und methodischen Kompetenzen ist ein weiteres wesentliches Ziel die Entwicklung eines positiven Arbeits- und Sozialverhaltens. Für beide Bereiche werden zweimal jährlich Bewertungen für jedes Kind dokumentiert. In pädagogischen Dienstbesprechungen werden bei Bedarf erforderliche Maßnahmen und Unterstützungsangebote erarbeitet und beschlossen.

Die Lehrkräfte haben in zahlreichen pädagogischen Besprechungen einheitliche Vorgehensweisen erarbeitet. Als Ergebnis sind ein einheitlicher Schulvertrag, eine Schulordnung und ein Maßnahmenkatalog entstanden. Diese sind im Sicherheitskonzept im Einzelnen dargestellt.

Den Schülern der Grundschule Eversburg werden im Laufe des Schuljahres viele Möglichkeiten geboten, ihre Interessen und Begabungen bei themenbezogenen Aktionen und Wettbewerben einzubringen und sich mit anderen Teilnehmern zu messen. Vielfach konnten die Schüler in der Vergangenheit dabei Preise und Auszeichnungen erzielen.

An folgenden Wettbewerben und Turnieren hat sich die GS Eversburg im Laufe der letzten Jahre beteiligt:

  • Bundesjugendspiele
  • Sportabzeichentag
  • Laufabzeichen
  • Tag des Talents
  • Jahn – Schwimmwettbewerb
  • Fußballturnier Barmer Mini-Cup
  • Mädchenfußballturnier
  • Schulschachturnier
  • Känguru-Mathewettbewerb
  • Malwettbewerb der Volksbanken

Über die Durchführung und die Ergebnisse aller Wettbewerbe wird regelmäßig in der örtlichen Presse sowie auf der Homepage der Schule berichtet.

Im kulturellen Bereich arbeitet die Grundschule Eversburg mit der Musik- und Kunstschule Osnabrück zusammen. So wird beispielsweise der Musikunterricht für die ersten Klassen von einer Musikpädagogin der Musik- und Kunstschule durchgeführt. Hierzu kommt die musikpädagogische Arbeit mit Kindern aus der Sprachlernklasse. Regelmäßig nehmen auch Klassen Angebote der Druckwerkstatt als Ergänzung zum schulischen Kunst- und Werkunterricht wahr.

Die Arbeitsgemeinschaft Schulleben hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht, mit immer wieder wechselnden Schülern ein Theaterstück oder ein Musical einzuüben, das dann vor der Schulgemeinschaft aufgeführt wird. Seit Jahren besucht diese Gruppe auch die Bewohner eines Seniorenheimes, um dort mit Theater und Liedern einen Nachmittag zu gestalten oder mit den Bewohnern Gesellschaftsspiele zu spielen. Die Chorklasse nimmt regelmäßig auch an überregionalen Veranstaltungen teil.

1.2 Bildungswege

Die Beratung von Schülern sowie deren Eltern im Hinblick auf die Schullaufbahn des Kindes wird intensiv wahrgenommen. Bereits im Rahmen der Schulanmeldung wird das Kind auf einen eventuellen Sprachförderbedarf getestet. Wenn sich dieser bestätigt, nimmt das Kind im Jahr vor der Einschulung am Sprachförderunterricht in der KiTa teil. Lehrkräfte der Grundschule erteilen diesen Unterricht in den beiden zuständigen Einrichtungen. In den Monaten vor der Einschulung finden ausführliche Gespräche zwischen Eltern, Kindertagesstätten und dem schulärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes statt. An evtl. vorhandenen Schwächen der zukünftigen Schulkinder kann jetzt noch gearbeitet werden, z. B. im Rahmen von Logopädie, Ergotherapie o. ä. Im Übrigen kann die Schule sich schon auf besonderen Unterstützungsbedarf einstellen. In Fällen, in denen der Besuch einer Regelschule von Seiten der Eltern und der Schule für das Kind nicht angemessen erscheint, erfolgt eine umfangreiche Diagnostik, um dem Kind den Start in eine erfolgreiche Schullaufbahn zu ermöglichen. Das kann der Fall sein, wenn ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf in den Bereichen geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sprache oder emotional-soziale Entwicklung vorliegt bzw. vermutet wird. Die intensive Kooperation zwischen KiTa und Schule und den zugeordneten Förderschullehrkräften wird als eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulanfang gesehen.

Während der gesamten Grundschulzeit sehen die Lehrkräfte es als selbstverständliche Aufgabe an, den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern immer wieder beratend zur Verfügung zu stehen. In der Mitte des vierten Schuljahres finden nach dem neuen Verfahren (SJ 2015/16) zwei ausführliche Beratungsgespräche mit den Eltern und den Kindern statt. Die Kriterien für ein erfolgreiches Weiterkommen im fünften Schuljahr werden mit den Eltern ausführlich besprochen. Als Informationsangebot findet jeweils im Herbst eine Einladung für alle Eltern der Viertklässler des Schulverbundes statt, auf der auch die Vertreter der weiterführenden Schulen sich und die Arbeit in ihrer Schulform vorstellen. Diese Veranstaltung wurde seit dem Schuljahr 2004/05 in der Heinrich-Schüren-Schule mit allen vier Verbundschulen durchgeführt; seit 2015 findet dieser Info-Abend bei uns in der Mensa statt. Im fünften Schuljahr geben die weiterführenden Schulen Rückmeldung über die schulische Entwicklung der von ihnen aufgenommenen Schüler. Die ehemals ausgesprochenen Schullaufbahnempfehlungen wurden in diesen Gesprächen als ausgesprochen zutreffend bestätigt.

1.3 Akzeptanz

Die Grundschule Eversburg wurde bereits im Jahr 2006 durch die Niedersächsische Schulinspektion (NSchI) überprüft. Die zugrunde gelegten Kriterien ergeben sich aus dem Orientierungsrahmen Schulqualität Niedersachsen. Im Ergebnis wurden 85% aller überprüften Bereiche mit + oder ++ bewertet. Die Gesamtkonferenz ermittelte aus dem Ergebnis die zu verbessernden Punkte, die im Folgenden aufgeführt werden:

  • Verbesserung der Unterrichtsqualität (Differenzieren/Begabungen fördern),
  • Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung des Unterrichts (z.B. durch Teamarbeit, Unterrichtsbesuche, Fortbildung),
  • Umweltbezogene Aspekte in der Schule (Vermeidung von Müll/Organisation der Entsorgung)
  • Entwicklung eines Konzeptes zum Umgang mit Hausaufgaben
  • Entwicklung eines Fortbildungskonzeptes
  • Entwicklung eines Konzeptes zur Förderung von besonderen Begabungen
  • Entwicklung eines Konzeptes für die demokratische Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler in der Schule
  • Systematische Überprüfung der schriftlichen Arbeiten zur Leistungsfeststellung

An der Umsetzung von einigen der aufgeführten Punkte ist in den vergangenen Jahren bereits gearbeitet worden; Ergebnisse und Erfolge sind in diesem Schulprogramm feststellbar. Im Rahmen des Umbaus zur Ganztagsschule haben sich ohnehin viele Diskussionspunkte erübrigt. An der Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück sowie dem Studienseminar Osnabrück zeigt sich eine hohe Akzeptanz unserer pädagogischen Profession.

Die wichtigsten Mitglieder der Schulgemeinschaft, die Schüler, fühlen sich an der Grundschule Eversburg sicher und wohl, das ist ein Ergebnis der Schulinspektion. Die notwendig gewordene Erweiterung unserer Betreuungszeit in den Nachmittag und der wachsend hohe Anteil der Familien, die das Ganztagsangebot in Anspruch nehmen (82 % der Kinder sind an zwei, drei oder vier Tagen bis halb vier hier) spricht für ein großes Vertrauen in unseren Standort. Durch die feste Tagesstruktur und die Ergänzung des Lernens durch Möglichkeiten der Freizeitgestaltung auf dem Schulgelände, wird die Schule für die Kinder mehr und mehr vom Lern- zum Lebensraum. Jedem Kind wird in der Schule Wertschätzung entgegengebracht; es wird im Umgang mit seinen eigenen Stärken und Schwächen unterstützt. Weil für ein Kind aber Schule erst dann richtig gut ist, wenn auch das Außerunterrichtliche stimmt, ist in den letzten Jahren auch auf diesem Gebiet vieles entstanden bzw. weiterentwickelt worden:

In den Spielpausen kommen alle Kinder mit einem hohen Bewegungsbedürfnis voll auf ihre Kosten. Es gibt einen Spielplatz mit verschiedenen Hüpf-, Spring- Kletter- und Wipp- und Schaukelgeräten sowie die Möglichkeit, auf dem großzügigen Gelände Fußball, Verstecken ö. Ä. zu spielen. Seit dem Schuljahr 2009/10 kann sich auch jedes Kind auf dem Pausenhof mit einer Ausleihkarte Bewegungsspielzeug ausleihen. Die Spielzeugausleihe wird von der FSJlerin organisiert und durchgeführt.

Vor der Spielpause findet das gemeinsame Frühstück mit der Lehrerin/ dem Lehrer im Klassenraum statt. Für Kinder, die aus verschiedensten Gründen kein Frühstück dabei haben, wird in der kleinen Küche im Neubau ein Vorrat von der „Osnabrücker Tafel“ bereitgehalten und von der FSJlerin ausgegeben.

Die Inspektion stellte ebenfalls fest, dass die Lehrkräfte und alle Mitarbeiter sich an der Schule wohl fühlen. Alle Mitglieder des Teams bringen sich mit Ideen zur Weiterentwicklung der Schule ein und arbeiten an Verbesserungen mit. Zwischen allen Beteiligten herrscht ein respektvoller und freundlicher Umgang. Dieser Zusammenhalt hat sich über zehn Jahre nach der "Begutachtung" nicht zuletzt durch die stetige Vergrößerung des Teams sowie die intensive Kooperation aller Beteiligten noch gesteigert.

Gesamteindruck der Schule

Besondere Ergebnisse, Erfolge und Auszeichnungen

Von 2005 bis 2009 war die GS Eversburg am Projekt SINUS-Transfer beteiligt. Über vier Jahre haben im Durchschnitt sechs Lehrer der Schule in den Fächern Mathematik und Sachunterricht an den Fortbildungen und Impulsveranstaltungen teilgenommen und die erworbenen Kenntnisse an die Fachkollegen der Schule weitergegeben. Vieles davon konnte in den Bereichen Mathematik und Sachunterricht umgesetzt worden: Inhalte und Methoden haben sich verändert, Materialien wurden angeschafft und hergestellt – wie z. B. Themenkisten – um Unterricht noch attraktiver und erfolgreicher zu gestalten. Die dort erarbeiteten Planungsraster dienen auch heute noch als Planungsgrundlage für Unterrichtseinheiten.

In den vergangenen Jahren beteiligte sich die Grundschule Eversburg mit der gesamten Schulgemeinschaft oder mit Schülergruppen an Wettbewerben oder Projekten, die den Interessen und Talenten der Schülerinnen und Schüler entgegenkommen. Dabei handelt es sich zum großen Teil um sportliche, aber auch um musische und wissenschaftliche Themen (s. Aufzählung unter Kompetenzen – Arbeits- und Sozialverhalten)

Im Jahr 2008 wurde der Grundschule Eversburg von der Landesschulbehörde der Titel Sportfreundliche Schule verliehen. Damit wurden die Erfolge der Schule anerkannt, die seit vielen Jahren bemüht ist, ein breit gefächertes sportliches Angebot für die Schülerinnen und Schüler zu bieten. Diese Auszeichnung wurde 2011 aufgefrischt und um 3 Jahre verlängert.

Seit 2014 gibt es an der Grundschule Eversburg eine Chorklasse, deren Leitung sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren im Rahmen einer fünfteiligen Weiterbildungsmaßnahme fachlich speziell hierfür qualifizieren ließ. Das Land Niedersachsen fördert seit mehreren Jahren den Einzug musikalischer Inhalte in Bildungseinrichtungen.

Öffentliche Wahrnehmung und Wirksamkeit

Die Entwicklung der pädagogischen Arbeit in der Grundschule Eversburg wird im Umfeld der Schule zunehmend mit Interesse wahrgenommen. So haben sich in den letzten Jahren Sponsoren (z. B. Sparkasse Osnabrück, Rotary-Club Osnabrück Süd und -Mitte sowie die Bohnenkampstiftung) angeboten, die Schule in den Bereichen Gesundheitserziehung und Leseförderung materiell zu unterstützen. Inzwischen ist auch eine Gruppe von zahlreichen ehrenamtlichen Lesepaten vom Verein Mentor – die Leselernhelfer e.V. regelmäßig in der Schule tätig.

Über die vielfältigen schulischen Aktivitäten wird regelmäßig in der örtlichen Presse (Neue Osnabrücker Zeitung und Stadtteilblatt) sowie auf der Homepage der Schule www.gs-eversburg.de berichtet.

Zustand der schulischen Gebäude und Anlagen

Allen in der Grundschule Eversburg Tätigen ist es ein Anliegen, dass die Schule einen gepflegten Eindruck macht und einladend wirkt. Dafür setzt sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten ein. Die Schulleitung unterhält zum Schulträger einen intensiven Kontakt mit dem Ziel, das Schulgebäude im erforderlichen Umfang zu renovieren und auszustatten. Ebenso wird es als wichtig angesehen, das Schulgelände als Aufenthaltsort für die Schüler mit Spiel-, Sport-, Bewegungs- und Naturerlebnismöglichkeiten anregend zu gestalten. In diesem Bereich bringt sich auch der Förderkreis der Schule tatkräftig sowie mit finanzieller Unterstützung ein. Den Kindern der Schule eine anregende Umgebung zu schaffen, die die sportliche und gesundheitliche Entwicklung positiv beeinflusst, ist Ziel aller Beteiligten.

Der Umbau zur Ganztagsschule wurde durch die Fertigstellung der Mensa und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes erfolgreich abgeschlossen. An dieser Stelle weisen wir nicht ohne Stolz darauf hin, dass wir es dem Einsatz der an der Planung beteiligten Eltern zu verdanken haben, dass wir nun neben der Gesamtschule Schinkel die zweite Osnabrücker Schule sind, an der jeden Tag frisch gekocht wird.

Auch der Außenbereich hat durch die Umgestaltung gewonnen. Der Spielplatz wurde "nach hinten" verlegt und durch den Wegfall des Zauns und die Erneuerung einiger Bereiche rund um die Mensa ist ein abwechslungsreicher Schulhof entstanden.

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