Qualitätsbereich 3: Leitung und Organisation

Führungsverantwortung der Schulleitung

Die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung für die Schule und ist für die Qualitätssicherung und –entwicklung zuständig. Für das Gelingen dieser Aufgabe ist eine intensive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit und in den Gremien der Schulgemeinschaft von grundlegender Bedeutung. Zur Bewältigung des umfangreichen Aufgabenkatalogs der Schulleitung einer eigenverantwortlichen Schule ist es unerlässlich, dass Aufgaben und Verantwortungsbereiche von Lehrkräften, Mitarbeitern oder Eltern übernommen werden. Diese Zuständigkeiten werden nach Absprache in den Gremien festgelegt.

Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse in der schulischen Arbeit müssen transparent und nachvollziehbar organisiert werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, die zuständigen Gremien einzubeziehen und Verantwortlichkeiten festzulegen.

Die Zusammensetzung der einzelnen Gremien wird im Folgenden dargestellt:

  • Schulvorstand: besteht aus der Schulleiterin, die den Vorsitz führt, drei gewählten Lehrkräften und vier gewählten Elternvertretern. Das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Eltern muss sich die Waage halten. Er tagt mindestens einmal im Halbjahr, bei Bedarf häufiger.
  • Gesamtkonferenz: besteht aus dem Lehrerkollegium und sechs gewählten ElternvertreterInnen. Sie tagt ebenfalls mindestens einmal im Halbjahr, bei Bedarf häufiger.
  • Fachkonferenzen: sind Teilkonferenzen, in denen nur die entsprechenden Fachlehrkräfte arbeiten, ihre Ergebnisse aber in der folgenden Gesamtkonferenz vorstellen. Auch hierfür lassen sich ein bis zwei Eltern als beratende TeilnehmerInnen wählen.
  • Dienstbesprechung: findet mindestens an jedem ersten Mittwoch im Monat statt, bei Bedarf werden kurzfristig weitere Termine angesetzt. Teilnehmer sind alle Lehrkräfte und Mitarbeiter, die an der täglichen schulischen Arbeit beteiligt sind. Hier werden Informationen zur Unterrichtsplanung, zu Veranstaltungen und besonderen Themen weitergegeben. Außerdem ist dieses Gremium das Forum für Austausch und Diskussion zu Fragen von Erziehung, Unterricht und Schulentwicklung. Hier werden Vereinbarungen getroffen, damit in wesentlichen Fragen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Vorschläge und Beschwerden können hier eingebracht, diskutiert und bearbeitet werden. Als sinnvoll hat sich erwiesen, diese bereits im Vorfeld zu thematisieren, so dass die Beteiligten sich damit vor der Versammlung auseinandersetzen können.
  • Schulelternrat: Zusammenkünfte finden viermal im Schuljahr statt. Die Schulleiterin nimmt als Vertreterin des Lehrerkollegiums teil, bei fachbezogenen Themen auch weitere Kolleginnen und Kollegen.
  • Arbeitsgruppen zu verschiedensten Themen können sich aus allen vorher genannten Gremien bilden und eigenständig arbeiten. Über die Ergebnisse wird in den Gremien berichtet und evtl. entschieden.

Zur Optimierung der Zusammenarbeit und der Verbesserung des Unterrichts werden folgende Maßnahmen eingesetzt:

  • Zur Vermeidung von Spannungen in der Zusammenarbeit und eventuell daraus entstehender Konflikte finden turnusmäßig - in der Regel monatlich - Gespräche zwischen der Schulleitung und den zwei gewählten Personalvertreterinnen statt. Zeichnet sich Handlungsbedarf ab, werden Gespräche mit den beteiligten Personen organisiert und gemeinsam eine Strategie zur Lösung des Konflikts erarbeitet. Auf Wunsch der Beteiligten nehmen an den Gesprächen die Personalvertreter teil.
  • Zur regelmäßigen Evaluation von Unterricht finden in passenden Abständen Unterrichtsbesuche der Schulleitung in den verschiedenen Jahrgängen statt. Im anschließenden Gespräch haben Lehrkräfte und Schulleitung die Chance, den Unterricht den sich immer wieder ändernden Klassenstrukturen anzupassen.
  • Ebenfalls in einem vorgegebenen Rhythmus überprüft die Schulleiterin die schriftlichen Arbeiten zur Leistungsfeststellung. Die Vereinbarungen in den Fachkonferenzen und die Teamarbeit zur Unterrichtsvorbereitung haben dazu beigetragen, dass diese weitestgehend in den Jahrgängen einheitlich gestaltet, durchgeführt und bewertet werden.
  • Um Maßnahmen der Schulentwicklung auf den Weg zu bringen und umzusetzen, wurde eine Steuergruppe gebildet, die grundsätzlich aus den Lehrkräften des Schulvorstandes besteht. Je nach Thema werden andere Lehrer, Mitarbeiter, Eltern oder außerschulische Fachkräfte zur Mitarbeit hinzugezogen. Diese Gruppe hat z. B. in Zusammenarbeit mit MitarbeiterInnen der Evangelischen Jugendhilfe und VertreterInnen aus der Elternschaft die Umwandlung zur Offenen Ganztagsschule konzeptionell getragen. Auch wird in diesem Gremium ein Evaluationsthema festgelegt, um sich immer wieder einer Aktualisierung des Bildungs- und Erziehungsauftrages zu stellen.
  • Die Schulleitung trifft sich im wöchentlichen Turnus mit VertreterInnen aller am Gelingen das Schulalltags relevanten Teams z. B. zur Optimierung der Ganztagskoordination oder um Probleme rund um das Mittagessen zu bearbeiten. Zu besonderen Themen werden auch VertreterInnen aus der Elternschaft oder externe Referenten oder Fachleute zu solchen Treffen eingeladen.

Für die systematische Information der Schulgemeinschaft und der Öffentlichkeit gibt es folgende Medien:

  • Elternnachrichten: Die gesamte Elternschaft wird am Anfang eines jeden Halbjahres in einem Nachrichtenbrief über Ergebnisse von Aktivitäten, Veränderungen in der Schulgemeinschaft sowie über geplante Vorhaben informiert. Diesem Brief werden regelmäßig die aktuellen Informationen über Entschuldigungspraxis, Waffenerlass, ansteckende Krankheiten usw. beigefügt. Außerdem erhalten die Eltern zeitgleich den Terminplan für das Halbjahr. Über aktuelle Veranstaltungen werden die entsprechenden Adressaten zeitgerecht informiert.
  • Homepage: Die Berichte über Veranstaltungen werden zeitnah im Anschluss auf die Homepage der Schule (www.grundschule-eversburg.de) gestellt oder – je nach Wichtigkeit – im Stadtteilblatt oder in der NOZ veröffentlicht.
  • Protokolle: Die Protokolle aller Sitzungen von Dienstbesprechungen, Konferenzen und Schulvorstandssitzungen werden innerhalb einer Woche erstellt und per E-Mail an alle Beteiligten verschickt sowie im Lehrerzimmer ausgehängt. Auch der Schulelternrat hat sich dieser Vorgehensweise angepasst.
  • Kollegiumsinfo: Es hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass es so gut wie unmöglich ist, das gesamte Kollegium in den Pausen anzutreffen (Pausenaufsicht, Gespräche mit Schülern, Problemlösungen, ...), so dass Informationen zwischen den Dienstbesprechungen per E-Mail weitergegeben bzw. den Kollegen in das Postfach gelegt werden. Der E-Mail-Verkehr hat sich inzwischen als zuverlässig und schnell bewährt; alle Kollegen verfügen über ein E-Mail-Postfach, so dass der Kontakt immer gewährleistet ist.
  • Schulserver: Für viele schulische Belange steht dem Kollegium ein Schulserver zur Verfügung. Hier werden regelmäßig z. B. Fachkonferenzprotokolle, Unterrichtsinhalte, Zusammenfassungen interner Absprachen u. s. w. hinterlegt. Jede Lehrkraft hat einen Zugang zu diesem Server und kann auf diesem Weg mit KollegInnen z. B. Material austauschen.

Qualitätsentwicklung

Die Grundschule Eversburg wurde bereits im März 2006 – ein halbes Jahr vor der Einführung der Eigenverantwortlichkeit der niedersächsischen Schulen – von der Niedersächsischen Schulinspektion überprüft. Die überprüften Kriterien wurden zu 85 % mit der Stufe 3 oder 4 (gut/ sehr gut) bewertet.

In der der Inspektion folgenden Gesamtkonferenz wurde eine Prioritätenliste auf der Grundlage des Inspektionsberichtes erstellt, um bestimmte schulische Bereiche zu verbessern. So entstanden das Konzept der Mülltrennung in den Räumen der Schule, die Organisation der Besuche der Schulleitung im Unterricht sowie die Überprüfung der Unterlagen zur Leistungsbewertung der Lernenden.

Nach Einführung der Eigenverantwortlichkeit hat die Schulleitung mit dem Kollegium Instrumente zur internen Evaluation gesichtet und geprüft. Die Vorstellung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wie SEIS, Lüneburger Fragebogen, Selbstbewertungsbuch, EFQM usw. verursachte eine allgemeine Unzufriedenheit und Unsicherheit auf Seiten der Lehrkräfte und der Eltern. Die Fragestellungen der Evaluationsbögen wurden teilweise als unverständlich empfunden (ca. 50% der Familien seinerzeit hatten einen Migrationshintergrund); es wurde schon im Vorfeld ausgeschlossen, dass die Beantwortung dieser Fragen zielführende Hinweise für die Optimierung der Arbeit an der Grundschule Eversburg ergeben könnte. Der Schulvorstand der Schule hat darum eine Vorgehensweise beschlossen, die der Besonderheit der Schule, der Struktur der Schüler- und Elternschaft sowie der Rahmenbedingungen gerecht wird:

Im Rahmen einer Gesamtkonferenz hat sich eine Arbeitsgruppe „Qualitätsentwicklung“ gebildet, die aus der Schulleiterin, drei Lehrkräften und drei Elternvertretern besteht. Diese Arbeitsgruppe trifft sich mindestens einmal im Halbjahr, um zu prüfen und zu planen, in welchen schulischen Bereichen Verbesserungen erforderlich sind. In dieser Gruppe bringen Lehrkräfte und Elternvertreter die Kriterien zur Verbesserung von unterschiedlichsten Bereichen der schulischen Arbeit ein. Beide Gruppen sehen sich hier auch als Vertreter des Kollegiums bzw. der Elternschaft. Im Schuljahr 2010/ 11 wurde zum Thema Gesundheit in der Schule das Unterthema Lärm im Rahmen von Projekttagen behandelt. Zur qualitativen Verbesserung in diesem Bereich wurden mehrere Einrichtungen und außerschulische Experten zu Rate gezogen und in den Prozess einbezogen.

Weitere Bausteine im Rahmen der Qualitätsentwicklung sind die regelmäßigen Besuche der Schulleitung im Unterricht der Lehrkräfte und die Überprüfungen der Unterlagen zur Leistungsentwicklung der Lernenden. Unabhängig von diesen Unterrichtsbesuchen und den anschließenden Nachbesprechungen finden bei Bedarf Gespräche zwischen der Schulleiterin und den Lehrkräften statt, wenn es um besondere Auffälligkeiten im Lern- oder sozialen Verhalten einzelner Schüler geht. Dabei werden das weitere Vorgehen, die Möglichkeiten zusätzlicher Förderung und eventueller weiterer Unterstützungsmaßnahmen diskutiert und beschlossen.

Verwaltung und Ressourcenmanagement

Die Bereitstellung von Ressourcen für die niedersächsischen Schulen ist teilweise Aufgabe des Landes, zum anderen Teil des Schulträgers, im Falle der Grundschule Eversburg also der Stadt Osnabrück.

Zuständig für die Bereitstellung von Lehrerstellen und Stunden für pädagogische Mitarbeiter ist in Vertretung für das MK des Landes die Landesschulbehörde Außenstelle Osnabrück. Die Schulleiterin erarbeitet gemeinsam mit dem verantwortlichen schulfachlichen Dezernenten personelle Regelungen und Lösungen, die den Rahmenbedingungen der Schule gerecht werden. Bei allen Entscheidungen der vergangenen Jahre wurde die Erfahrung gemacht, dass die besonderen Arbeitserschwernisse und die Probleme der Schule dabei sehr wohl berücksichtigt wurden.

Die finanziellen Ressourcen setzen sich aus verschiedenen Summen zusammen:

  • das Budget des Schulträgers für Lehr- und Lernmittel
  • das Landesbudget für Fortbildungsmaßnahmen sowie unterrichtsergänzende Mittel,
  • das Budget aus Elternbeiträgen für Bastelmaterial, Kopiergeld, AG-Kosten usw.
  • das Budget des Förderkreises der Grundschule Eversburg
  • zweckgebundene Sponsoringzahlungen

Eine Übersicht über das Ressourcenmanagement der Schule und die Planung der Verwendung ist im Verwaltungskonzeptkonzept  dargestellt.

Die intensive und positive Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Schule/ Sport der Stadt Osnabrück als Vertreter des Schulträgers ist als wesentlicher Faktor der Qualitätsentwicklung der Grundschule Eversburg zu sehen. Von ihm wird der Schule ein jährliches Budget für die Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln, Geräten und Ausstattung, Büromaterial, Kopier- und Portokosten zur Verfügung gestellt, über das die Schule frei verfügen kann. In den letzten beiden Schuljahren wurden zusätzlich Gelder für die Bezahlung von Hausaufgabenunterstützung zur Verfügung gestellt sowie Ausgleichszahlungen für finanzschwache Schüler bzw. Familien. Die Lehrkräfte hatten dadurch z.B. die Möglichkeit, die Klassenräume mit Materialien wie Stiften, Scheren, Kleber und allem auszustatten, was im Unterricht notwendig, aber nicht immer in den Schulranzen vorhanden ist.

Der Sanierungs- und Renovierungsbedarf der Schule wird im Alltag von allen Beteiligten festgestellt, ermittelt und dokumentiert. Es gibt dafür eine Liste, in der die Punkte gesammelt werden. Außer den Maßnahmen zur Verschönerung stellen vor allem der Hausmeister sowie der der gewählte Sicherheitsbeauftragte Mängel fest, die dringend behoben werden müssen. In Gesprächen und Begehungen des Schulgebäudes mit Vertretern des Fachbereichs Schule werden die gesammelten Punkte geprüft und im besten Fall in eine Prioritätenliste aufgenommen. Auch der Bedarf an Möbeln zur Ausstattung der Klassen-, Fach- und Verwaltungsräume gehört dazu. Die Zusammenarbeit mit den Vertretern des Schulträgers ist immer geprägt von absolutem Entgegenkommen und kollegialer Kooperation, die Umsetzung und Erledigung der Wünsche ist jedoch leider oft von der Lage der finanziellen Situation sowie der Anzahl und Dringlichkeit der Anträge abhängig. Oft müssen Vorhaben im folgenden Jahr nochmals in Angriff genommen werden, so dass ein solcher Prozess sich manchmal über längere Zeit erstreckt.

Durch die Einführung der Eigenverantwortlichkeit mit Beginn des Schuljahres 2007/ 2008 kam eine Vielzahl von zusätzlichen Verwaltungsaufgaben auf die Schulen zu. Eine Dokumentation der Aufgaben der Schulsachbearbeiterin und Gespräche mit einer Vertreterin des Schulträgers führten dazu, dass die Stunden für die Schulsachbearbeiterin wesentlich erhöht wurden.

Weniger erfolgreich waren die Bemühungen im Jahre 2009 um Erhöhung der Hausmeisterstunden. Schulleitung, Kollegium und Schulvorstand waren und sind nach wie vor der Meinung, dass der Aufgabenbereich zu umfangreich ist. Trotz intensiver Gespräche mit Vertretern des Schulträgers in einer Schulvorstandssitzung im April 2009 und einem Schreiben an den OB ist der Hausmeister nach wie vor zuständig für die Grundschule Eversburg, den Hort Eversburg, die Grundschule Pye, den Hort Pye und die KiTa Pye. Die Vielzahl von Aufgaben bringt es natürlich mit sich, das der Hausmeister oft nicht dort ist, wo er gebraucht wird. Mit dieser Regelung sind alle Beteiligten der Grundschule Eversburg nach wie vor unzufrieden, sie kann aber nur mit Unterstützung des Schulträgers verändert werden.

Mit Einführung der Ganztagsschule hat sich aber dieses Problem zu unseren Gunsten gewendet - der Hausmeister Herr Much ist nun nur noch für die Grundschule Eversburg zuständig.

Unterrichtsorganisation

  • Klassenbildung und Lehrereinsatz

Die Klassenbildung ist durch Erlass des MK grundsätzlich vorgegeben. Demnach können so viele Klassen gebildet werden, wie sich durch die Teilung der Gesamtzahl der Schüler eines Jahrgangs durch 26 ergeben. Abweichend von dieser Regelung ist es möglich, einen Antrag auf Bildung einer zusätzlichen Klasse zu stellen, wenn mindestens 40% der Schüler des Jahrgangs einen Migrationshintergrund (Förderbedarf in deutscher Sprache/Verständigungsprobleme mit den Familien) haben und/ oder Lernerschwernisse (gesundheitliche Auffälligkeiten und/ oder Verhaltensauffälligkeiten) zeigen. Die erforderlichen Informationen über die Schüler erhält die Schule

  • durch die Berichte der Kindertagesstätte (Einverständnis der Erziehungsberechtigten wird vorher erfragt),
  • aus dem Bericht der Schulärztin,
  • durch die Beobachtung in einem Schuleingangstest (wenn keine KiTa-Informationen vorliegen).

Diese Voraussetzungen haben es in den letzten Jahren ermöglicht, dass mehrfach in unterschiedlichen Jahrgängen eine zusätzliche Klasse beantragt und genehmigt wurde, so dass die durchschnittliche Zahl der Schüler einer Klasse zurzeit bei 19 liegt.

Für die Vorgehensweise bei der Zusammenstellung der Klassen finden folgende Kriterien Anwendung:

  • möglichst gleiche Anzahl von Schülern pro Klasse
  • gleichmäßiger Anteil von Jungen und Mädchen
  • heterogene Zusammensetzung hinsichtlich der Leistungsstärke, der bisher festgestellten Verhaltensauffälligkeiten, besonderen Erkrankungen oder Behinderungen,
  • Beachtung von mindestens einem Freundschaftswunsch

Der Lehrereinsatz unterliegt den Voraussetzungen, die sich zu der Zeit ergeben.

In den Wochen vor Erstellung des Stundenplanes führt die Schulleiterin mit allen Kollegen Gespräche, um die Wünsche und Möglichkeiten abzuklären. Meistens haben sich zu diesem Zeitpunkt schon interne Vereinbarungen unter den Kollegen eines Jahrgangs stattgefunden, so dass die Besetzung des Fachunterrichts, besonders ab Klasse 3, so gestaltet wird, dass Lehrer vorwiegend die Fächer unterrichten, die sie studiert haben. Im Falle des fachfremden Einsatzes unterstützt die kontinuierliche Zusammenarbeit im Jahrgangsteam die Unterrichtsqualität.

Gemäß Erlass sollte nach Möglichkeit nach der 2. Klasse ein Klassenlehrerwechsel stattfinden; darauf wird an der GS Eversburg in der Regel verzichtet. In den vergangenen Jahren wurde die Erfahrung gemacht, dass durch Krankheiten, Versetzung und Mutterschutz fast in allen Klassen mindestens ein, oft sogar mehrere Wechsel im Laufe der Grundschulzeit zu verzeichnen sind

  • Durchführung von Unterricht, unterrichtsergänzenden Angeboten, Betreuung und Pausenaufsicht (angepasst 08/2016)

Die Struktur des Schultages ist in der Anlage Unterrichtsorganisation dargestellt. Der Unterricht findet in der Regel im Klassenverband statt. Im Religionsunterricht verlassen die muslimischen Kinder diesen und nehmen in einem dafür vorgesehenen Raum am Islamunterricht teil. Im 4. Schuljahr werden die Schüler der Klassen geteilt, damit jeweils eine Gruppe Werk- und die andere Gruppe Textilunterricht erhalten kann.

Für die Schüler der dritten und vierten Klassen werden am Nachmittag Arbeitsgemeinschaften angeboten. Die Teilnahme an mindestens einer AG ist verpflichtend. Die „Nicht-Ganztagskinder“ haben eine gemeinsame AG in einer sechsten Stunde.

Die Schüler erhalten am Ende eines Halbjahres ein schriftliches Angebot für die zu wählenden Arbeitsgemeinschaften im kommenden Halbjahr. Sie haben die Möglichkeit, für die Tage, an denen sie angemeldet sind, zwei Wünsche zu äußern und werden demnach eingeteilt. Die „AGs“ werden u. a. von Lehrern, von pädagogischen Mitarbeitern und von Trainern aus Sportvereinen angeboten. Die Finanzierung der Sport-AG wird durch die Mittel des Landessportbundes abgedeckt. Einige Kosten werden aus dem Landesbudget bestritten, auch übernimmt die Evangelische Jugendhilfe Personalkosten.

In der Lernzeit von 14.00 bis 14.45 Uhr arbeiten alle Schüler an ihren Aufgaben. Hausaufgaben im herkömmlichen Sinne wurden umgewandelt in Planarbeit mit unterschiedlich ausgerichteten Übungsaufgaben. In der Lernzeit arbeiten die Kinder in der Regel an Übungsaufgaben, die von den Lehrkräften individuell zusammengestellt werden und sich an den aktuellen Themen in den Fächern orientieren.

Die Schüler haben mit wenigen Ausnahmen die Möglichkeit, die AG nach einem halben Jahr zu wechseln; ihnen ist vorher bekannt, in welcher AG man ein ganzes Jahr lang bleiben sollte.

Die Schüler der ersten und zweiten Klassen, die nicht für den Ganztag angemeldet sind, haben die Möglichkeit, nach dem Unterricht noch eine Stunde am Betreuungsangebot teilzunehmen. Dafür halten pädagogische Mitarbeiter ein Angebot vor.

Zur Aufsicht der Schüler vor dem Unterricht und in den Pausen werden alle Lehrkräfte herangezogen, die nicht aus Krankheitsgründen bzw. aufgrund eines Funktionsamtes davon befreit sind. In den Spielpausen sind es jeweils zwei Lehrer, zusätzlich steht die Sozialpädagogin in einem Raum bereit, um Kinder zu betreuen, die ein problematisches Sozialverhalten zeigen. Der Umfang der zu leistenden Aufsichtszeit wird den Lehrerarbeitsstunden gemäß berechnet.

  • Vermeidung von Unterrichtsausfall

Gemäß den rechtlichen Vorgaben für die Verlässliche Grundschule darf Unterricht nicht ausfallen. Alle Kinder werden verlässlich fünf Zeitstunden lang betreut. Im Schulalltag entsteht natürlich oft die Situation, dass Lehrer wegen Krankheit nicht unterrichten können, auf Fortbildung sind, Klassen auf Unterrichtsgängen begleiten oder Wettbewerbe und Veranstaltungen einen veränderten Plan erfordern. Für diese Fälle hat die Schule ein Vertretungskonzept entwickelt, das als Vorgabe für die Erstellung von Vertretungsplänen gilt.

Arbeitsbedingungen

  • Gestaltung der Räume und Arbeitsbereiche

Motivierende Bedingungen am Arbeitsplatz sind Voraussetzung für die Zufriedenheit und Einsatzbereitschaft der Beschäftigten. Auch die Qualität und der Erfolg der Arbeit werden durch diese Faktoren bestimmt.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen konnten einige Veränderungen vorgenommen werden, die für eine Verbesserung der Arbeitssituation sorgen können:

Um einer Mittagsverpflegung in umgebauten Klassenräumen aus dem Weg zu gehen, ergaben Verhandlungen mit dem Schulträger, dass eine separate Mensa für Eversburg die geeignetste Lösung sein würde. Damit wurde auch dank einer durchdachten Möblierung und einer technischen Grundausstattung ein Versammlungsort geschaffen, der zwar noch keine Aula ersetzt, aber immerhin Raum für z. B. Jahrgangselternabende oder Einschulungsfeiern bei schlechtem Wetter bietet (wobei es dann tatsächlich ganz schön eng wird...).

Die Umgestaltung des Verwaltungsbereichs und des Lehrerzimmers sorgt für klarere Strukturen und mehr Platz für das stetig gewachsene Kollegium. Auch überwindet der Fahrstuhl im neuen Treppenhaus für bewegungseingeschränkte Besucher die Barriere zur Erreichbarkeit des Sekretariats. Der Computerraum ist in direkter Nachbarschaft zum Lehrerzimmer, so dass vorbereitende Einstellungen in den Lernprogrammen ohne Umwege erledigt werden können.

Im Dachgeschoss entstand eine neue, freundliche Bücherei, ein Teamzimmer für das Ganztagsteam, Büros für Beratung und Schulsozialarbeit und mit dem zweiten Treppenhaus und neuen Zwischentüren auch ein verbesserter Brandschutz.

Im bisherigen Neubau (Klassentrakt), der bislang mit einer sehr schlechten Akustik glänzte, wurde eben diese durch das Schließen des sog. Lichtschachts sowie durch die geschickte Verkleinerung des Flurbereichs zu Gunsten von zusätzlichen Gruppen- und Differenzierungsräumen deutlich verbessert.

Die umfangreiche Sammlung an Unterrichtsmaterial wurde nach Themen und Häufigkeit der Nutzung in zwei Räumen in der Nähe des Lehrerzimmers übersichtlich untergebracht. Ein großer Teil des Materials muss aus Platzmangel in einem Kellerraum aufbewahrt werden, wird aber von einer Lehrkraft immer auf dem Laufenden gehalten und nach einem übersichtlichen System verwaltet.

Zusätzlich zum Lehrerzimmer stehen in einem anderen Raum zwei Arbeitsplätze mit internetfähigen Rechnern zur Verfügung.

Der Beratungslehrerin steht ein eigener Raum zur Verfügung, den sie für ihre Arbeit und die Beratungstätigkeit nutzen kann. Alle zwei Wochen während des Unterrichtsvormittages hält dort eine Mitarbeiterin der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie nach Absprache ein Angebot vor.

Die Klassenräume bieten im Vergleich zur Größe der Klasse in gewissem Umfang Möglichkeiten für sinnvolle und individuelle Gestaltung. Dafür wurden aus dem Schuletat und mit Unterstützung des Förderkreises Regale, Bänke für das Tafelkino sowie Schuhbänke vor den Klassenräumen (die Schüler tragen in den Räumen Hausschuhe) angeschafft. Auch die neuen Differenzierungsräume bieten mit neuen Aufbewahrungsmöbeln viele Möglichkeiten zum Verstauen von Material.

Zwei frühere Klassenräume wurden zu Ganztagsräumen umgestaltet. Hier kann die Nachmittagsbetreuung auch bei schlechtem Wetter abwechslungsreiche Angebote vorhalten. Ebenso entstanden durch die Umwandlung des Hortes ein neuer Klassenraum, ein Raum für interkulturelle Bildung und Erziehung (Islamunterricht, muttersprachlicher Unterricht) sowie ein Raum für Differenzierungsunterricht. Außerdem kann die OGS- und die OGSplus-Betreuung nun in eigenen Räumen stattfinden.

Der neu gestaltete Musikraum lässt sich durch eine Faltwand sehr gut für Veranstaltungen mittlerer Größe nutzen. So können hier z. B. Chorklassenkonzerte oder Theaterstücke für etwa 60 bis 80 Personen vorgeführt werden. Bei geschlossener Wand lassen sich hier u. a. Theaterprojekte, Besprechungen oder Gespräche zum Sozialtraining durchführen.

Für die Sicherheit in allen Räumen der Schule ist die Schulleitung verantwortlich, zur Erfüllung dieser Aufgabe ist sie jedoch auf die Unterstützung aller in der Schule Beschäftigten angewiesen. Es ist im Schulalltag so, dass Sicherheitsmängel und Verbesserungsvorschläge der Schulleitung direkt gemeldet werden bzw. in eine Sammelliste aufgenommen werden. Bei offensichtlichen Gefährdungen wird unverzüglich der Schulträger informiert, um Abhilfe zu schaffen. Bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen wird von ihm selbst großer Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen gelegt.

Unabhängig davon trifft sich mindestens einmal im Halbjahr der Sicherheitsausschuss/ Krisenteam, um gemeinsam den gegenwärtigen Zustand zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren. Dem Ausschuss gehören zwei Mitglieder der Schulleitung, der Sicherheitsbeauftragte (Lehrer) und die Personalvertretung an. Bei Bedarf werden weitere Personen (z.B. der Hausmeister, Elternvertreter) dazu eingeladen. Die Aufgabe dieses Teams ist unter anderem die Überwachung der Maßnahmen zum Brandschutz und zur Ersten Hilfe. Fortbildungen zur Ausbildung von Ersthelfern werden so organisiert und durchgeführt, dass alle Beschäftigten mindestens alle drei Jahre daran teilnehmen können.

  • Arbeitssicherheit sowie Abbau von Belastungen und Gesundheitsgefährdungen

Im Unterrichtsalltag stellt die Einhaltung der Bestimmungen zu Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten eine oft nur schwer zu lösende Aufgabe dar. Die Reformen von Schule und Unterricht in den vergangenen Jahren haben die Belastung für jeden Einzelnen immens erhöht. Durch die vielen zusätzlich zu leistenden Aufgaben bleibt für die originäre Aufgabe, das Unterrichtsgeschäft, kaum noch genügend Zeit. Die Beobachtung jedes Beschäftigten und die Fürsorge für sein Wohlergehen sind wichtig, um die Gesundheit zu schützen und zu erhalten. Mit allgemeinen oder individuellen Maßnahmen wird dafür so weit wie möglich gesorgt:

  • Regelmäßige Pausen
  • Entlastung/ Unterstützung bei gesundheitlichen Einschränkungen
  • Prüfung der Gesundheitsgefährdungen von schwangeren Kolleginnen und konsequente Abhilfe
  • Unterstützung von zeitweise besonders belasteten Lehrkräften durch pädagogische Mitarbeiter
  • Zusicherung von Unterstützung und konkrete Hilfe durch die Schulleitung für Lehrer mit besonderen Problemen/Aufgaben

Alle aufgeführten Maßnahmen sorgen dafür, dass sich jeder Beschäftigte der GS Eversburg sicher ist, dass er mit den vielfältigen, anspruchsvollen und anstrengenden Aufgaben nicht allein ist, dass er Beratung und Hilfe erwarten kann. Dementsprechend ist auch die Arbeitsatmosphäre von absolutem Miteinander und freundlicher Kollegialität geprägt. Dafür sprechen auch die gemeinsamen Unternehmungen in der Freizeit, die regelmäßig von der Personalvertretung organisiert werden. Dennoch ist bei vielen oft ein Gefühl der Überbelastung und Überforderung erkennbar. Um Abhilfe zu schaffen, werden immer wieder Fortbildungen wie Qi Gong, Stimmbildung o. ä. belegt. Im Jahre 2008 hat die Schulleiterin auf Wunsch des Kollegiums einen Schulpsychologen als Berater für den Umgang mit der physischen und psychischen Belastung im Alltag eingeladen.

Das Problem der Überlastung ist oft Thema in kollegialen Gesprächen und Dienstbesprechungen. Auch in Zukunft soll weiterhin das Ziel verfolgt werden, die gesundheitlichen Bedingungen des Lehrerberufes zu verbessern.

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